Pfleiderer Rohstoffkosten belasten Ergebnis

Rohstoffkosten belasten Ergebnis

Die Pfleiderer AG, Hersteller von Holzwerkstoffen, Oberflächenveredelungen und Laminatfußböden, hat im zweiten Quartal 2010 ihren Umsatz um 7,3 Prozent auf 381,4 Mio. Euro gegenüber zum ersten Quartal (737 Mio. Euro) erhöht. Für diesen Anstieg waren laut Konzern einerseits Wechselkurseffekte, andererseits Volumenzuwächse sowie Preissteigerungen verantwortlich.


Das Bruttoergebnis ging im Berichtszeitraum von 181,7 Mio. Euro auf 157,8 Mio. Euro zurück. Laut Konzern sei dies der um 5,2 Prozentpunkte auf 56,8% gestiegenen Materialkostenquote geschuldet. Das EBITDA nahm im ersten Halbjahr 2010 auf 53,7 Mio. Euro nach 79,1 Mio. Euro im Vorjahr ab. Damit lag die EBITDA-Marge in der Berichtsperiode bei 7,2% nach 11,4% vor einem Jahr.

Laminatgeschäft in Nordamerika rückläufig

In Osteuropa konnte Pfleiderer sowohl die Volumina als auch die Preise kräftig steigern, so dass sich die Ergebnissituation im zweiten Quartal ins Positive gedreht hat. In Westeuropa wurden die Preise unbeschichteter Platten erhöht, wohingegen bei beschichteten Platten noch Nachholbedarf bestehe. Letztere hätten allerdings in der Rezession auch deutlich geringere Rückgänge verzeichnet. Das Volumenwachstum konzentrierte sich in Westeuropa hauptsächlich auf beschichtete Platten. In Nordamerika verlief die Entwicklung etwas differenzierter. Während Platten deutliche Volumensteigerungen verbuchten, gingen die Absätze bei Laminatfußboden zurück. Beide Produktgruppen hatten mit sinkenden Preisen zu kämpfen, was zum Teil aber durch sinkende Rohstoffkosten kompensiert wurde.



„Wir sehen in allen unseren Märkten Erholungstendenzen, lediglich das nordamerikanische Laminatgeschäft entzieht sich diesem Trend“, sagte H. Overdiek, Vorstandsvorsitzender der Pfleiderer AG, die vorgelegten Unternehmenszahlen. Weiterhin sei das vorrangige Ziel, die Bruttomarge zu verbessern und die Schulden um 350 Mio. Euro in den nächsten Jahren zu reduzieren. Zur Kompensation der hohen Rohstoffkosten wolle man weiter an der Verbesserung der Kostenstrukturen und der Erhöhung der Produktionseffizienz arbeiten.