Positive Stimmung bei Holzgewerbe und Holzindustrie: Die Umsatzentwicklung zeigt nach oben. Auch das Geschäftsklima spielt mit.
Die deutsche Holzindustrie steigerte ihren Umsatz im Jahr 2014 um 2,9 Prozent auf 33,1 Milliarden. Die Geschäfte im Ausland entwickelten sich 2014 mit einem Plus von 4,5 Prozent überdurchschnittlich. Im Inland betrug der Anstieg 2,2 Prozent. Betrachtet man die einzelnen Segmente der Holzindustrie, zählte vor allem die Holzwerkstoffindustrie mit einem Wachstum von 7,3 Prozent zu den Wachstumstreibern.
Im Holzgewerbe geht es bergauf, Parkett verliert
„Jetzt ist es amtlich: Die Umsatzentwicklung im Holzgewerbe liegt stabil über dem Vorjahresniveau“, das melden HDH (Hauptverband der deutschen Holzindustrie) und VDM (Verband der Deutschen Möbelindustrie). Die Umsätze seien im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent gestiegen. In Segmente aufgeteilt sieht diese Entwicklung so aus:
- Parketttafeln verloren 11,4 Prozent,
- Sägewerke legten um 1,2 Prozent zu (Ausland: +3,8 Prozent),
- der baunahe Bereich schaffte ein Plus von 1,8 Prozent (bei 7,5 Prozent Minus im Ausland)
- Holzwerkstoffe schafften 7,3 Prozent mehr (Ausland: +12,2 Prozent) und
- Holzverpackungen konnten mit einem Plus von 11,4 Prozent bei starkem Auslandsgeschäft (+ 24,4 Prozent) ebenfalls erfreulich zulegen.
Die Lage beim Holz ist besser
Das Geschäftsklima im Holzgewerbe entwickelte sich insgesamt positiv heißt es in einer Meldung des HDH, der sich darin auf das GfK beruft. Das Marktforschungsinstitut prognostiziere für März den höchsten Indikator seit Oktober 2001. Damit bleibe das Konsumklima in Deutschland klar im Aufwind.
Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung steigen ebenfalls weiter. Im Februar legte die Konjunkturerwartung bereits zum dritten Mal in Folge zu, was man an speziellen Kennziffern ausmacht.
Erzeugerpreise steigen
Im Bereich der Holzwerkstoffe stiegen die Erzeugerpreise um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise von Schnittholz sanken dagegen deutlich um 2,5 Prozent.