Blockabrisse sind ein Phänomen, das bei der Oberflächenbehandlung von Holz auftreten kann und besonders bei versiegelten Parkettböden deutlich wird.
Ausschlaggebend für einen Blockabriss sind Holzfeuchteminderungen, die durch raumklimatische Bedingungen oder anders begründete Rücktrocknungen hervorgerufen werden. Sind die aufgebrachten Lacke seitenverleimend, eine Eigenschaft, die nahezu alle Systeme in unterschiedlicher Intensität aufweisen, kommt es bei einer starken Wirkung in dieser Hinsicht immer dann zu Abrissfugen, wenn das Parkett schwindet.
Blockabriss an der schwächsten Stelle im Parkett
Der in die Fugen eingedrungene Lack übt dann seine eigene Klebkraft seitlich zwischen den Parkettstäben aus, was dazu führt, dass er irgendwann an der schwächsten Stelle reißen kann. Dort bildet sich im Anschluss ein sogenannter Blockabriss, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er gegenüber den benachbarten Stäben eine deutlich größere Fugenbreite aufweist. Es entsteht ein unregelmäßiges Fugenbild mit einer vergleichsweise großen und mehreren kleinen Fugen beziehungsweise geschlossen nebeneinanderliegenden Elementen.
Seitenverleimungsvermindernde Grundierungen sollen helfen, das Problem zu reduzieren. Doch nicht allein die Wahl des Lackes, der das Bild entscheidend prägt, ist für Blockabrisse mitverantwortlich: Risse können auch entstehen, wenn beim Zusammenfügen der Parkettstäbe Klebstoff zwischen die Elemente gerät. Sie sind ebenfalls abhängig von
- der gewählten Arretierung zum Untergrund sowie
- von der gewählten Holzart, insbesondere ihrer Feuchtewechselzeit, beziehungsweise dem Parketttyp.
Gerade beim Abschleifen und Neuversiegeln alter Böden ist das potenzielle Problem späterer Blockabrisse zu berücksichtigen.
