Nun wird entschieden
Die Pfleiderer AG hat bekannt gegeben, dass ihr Verlust im Geschäftsjahr 2010 bei 723 Millionen Euro lag. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz um jedoch um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung lag zum Stichtag am 31. Dezember 2010 bei 960 Millionen Euro.
Ein Rettungsplan
Die Umsetzung eines Restrukturierungskonzepts soll dazu führen, dass Pfleiderer mittelfristig wieder Margen im zweistelligen Bereich erzielt. Dieser Refinanzierungsplan ist die Basis für die bereits am 12. Mai bekannt gegebene Einigung mit den Gläubigern des Pfleiderer-Konzerns, die zu einem erheblichen Forderungsverzicht, der Bereitstellung eines weiteren Kreditrahmens und zur Beteiligung an einer Kapitalerhöhung bereit sind. Die Einigung steht allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hybridanleihegläubiger sowie der Aktionäre der Pfleiderer AG. Eine Versammlung für die Anleihegläubiger ist für den 20. Juni einberufen.
Es gibt keine Alternative
Die Aktionäre sollen in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 21. Juli 2011 über die entsprechenden Maßnahmen abstimmen. Sollten die Aktionäre nicht zustimmen, steht der Konzern vor dem Aus. "Jetzt muss es uns gelingen, die Hybridanleihegläubiger und unsere Aktionäre zu überzeugen, denn es gibt keine Alternative zur vollständigen Umsetzung des Restrukturierungskonzepts", vermeldet der Vorstandsvorsitzende Hans H. Overdiek.