Der Hersteller von textilen modularen Bodenbelägen will sein Net-Works-Programm erweitern. Für die Recyclinginitiative soll das Gebiet um den Ossa-See in Kamerun als neue Projektregion hinzukommen.
Die Erweiterung der Net-Works-Initiative von Interface in Zusammenarbeit mit der Zoological Society of London (ZSL) wurde heute, 23. September 2014, auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Clinton Global Initiative (CGI) präsentiert. In New York hat das Net-Works-Team eine neue Station zum Sammeln von Netzen in der Region um den Ossa-See angekündigt und sich dazu verpflichtet, im Laufe der kommenden drei Jahre noch zwei weitere Projektstandorte aufzubauen.
Net-Works soll eigenständig werden
„Wir glauben, dass Net-Works sich sowohl skalieren als auch replizieren lässt. Wir verpflichten uns der Clinton Global Initiative gegenüber, Net-Works so zu entwickeln, dass es ein eigenständiges, finanziell tragfähiges Programm wird, unabhängig von Interface oder der ZSL“, erklärt Dr. Heather Koldewey, Direktorin der ZSL. Zu diesem Zweck soll im ersten Quartal 2015 ein Net-Works-Tool Kit vorgestellt werden, mit dem weitere Partner das Programm auch in anderen Regionen der Welt im Sinne eines integrativen Geschäftsmodells aufbauen können.
Net-Works Hintergrund
Das Pilotprojekt startete im Sommer 2012 auf den Philippinen. Das maritime Leben am Danajon-Riffsystem auf den Philippinen ist durch ausrangierte Fischernetze stark gefährdet. In den Küstendörfern sammeln und bündeln Fischer seitdem diese Netze, die aus Polyamid 6-Garn bestehen und mehr als 600 Jahre im Meer überdauern können. Diese werden im Anschluss zum Garnlieferanten Aquafil transportiert und dort für die Weiterverarbeitung aufbereitet. Seit Beginn des Projekts wurden laut Interface 38.600 Kilogramm Netze gesammelt.
Net-Works ist eine branchenübergreifende Initiative, die entwickelt wurde, um dem wachsenden Umweltproblem ausrangierter Fischernetze in einigen der ärmsten Küstenregionen der Welt zu begegnen. Ziel der Projektpartnerschaft ist es, eine auf örtlichen Gemeinden basierende Lieferkette für ausrangierte Fischernetze aufzubauen. Nach dem Erfolg auf den Bantayan Inseln und im Danajon-Riffsystem (Danajon Bank) auf den Philippinen, werde das Programm nun im Januar 2015 in der Region um den Ossa-See in Kamerun starten.