Dura statt Enia: Mit neuem Namen und neuer Vertriebsausrichtung ist die FS-Flooring VertriebsGmbH seit Kurzem am Markt. bwd sprach mit Vertriebsleitung und Geschäftsführung über Pläne und Perspektiven.
Neuer Vertrieb kommt mit Schwung
Nach der Insolvenz der Enia-Gruppe wurde die Enia Teppichvertriebs GmbH, eine selbstständige Vertriebsgesellschaft in österreichischem Privatbesitz, nun in FS-Flooring Systems Vertriebs-GmbH umbenannt. Die Gesellschaft vertreibt seit Oktober 2010 exklusiv in Österreich die Teppichböden von Dura Flooring Systems aus Fulda mit den Marken Dura, Besmer, TWN und Zoeppritz sowie die Tecsom Teppichfliesen und Tapisom Nadelfilzqualitäten von Tecsom-SAS aus Sedan. Wie die neue Geschäftsausrichtung der Vertriebsmannschaft für die Zukunft aussieht und welche Chancen sich die versierten Brancheninsider am schrumpfenden Teppichmarkt in Österreich ausrechnen, fragte bwd -Österreich-Redakteur Thomas Mayrhofer Vertriebsleiter Peter Wolfsgruber und Geschäftsführer Karl Haas, am Firmensitz in Wien.
bwd Ihnen ist vor einigen Monaten plötzlich Ihr einziger Lieferant ausgefallen. Wie ist es gelungen, schnell passenden Ersatz zu finden?
Haas Wir sind in der Branche bestens bekannt und waren zu diesem Zeitpunkt in der Situation, rasch reagieren zu müssen. Weil Dura in Österreich den Vertrieb neu aufstellen wollte, haben wir nach der Kontaktaufnahme und den anschließenden Gesprächen schnell einen gemeinsamen Nenner gefunden.
bwd Hat sich in Ihrer Kundenstruktur und -ansprache etwas geändert?
Wolfsgruber Wir haben uns nur auf der Lieferantenseite verändert. An der Bearbeitung des Marktes und bei den Kunden hat sich nichts geändert.
bwd Mit welchen Produkten wollen Sie am Markt punkten und wie schätzen Sie die Absatzmenge von Teppichböden in Österreich ein?
Wolfsgruber Die Menge liegt unserer Schätzung nach unter fünf Millionen Quadratmeter pro Jahr und es ist kein Zuwachs zu erwarten eher das Gegenteil, was in der geänderten Verbraucher- und Objektnachfrage begründet liegt, die sich jetzt auch mehr an Designbelägen orientiert. Wir halten aber mit unserem vielfältigen Textilsortiment dagegen und können fast alle Ansprüche befriedigen. Wir sind am Teppichobjektmarkt sehr gut aufgestellt und vor allem der attraktive neue „Living“-Koffer von Dura wird uns zusätzlich Schwung für das laufende Geschäftsjahr in diesem für uns auch sehr wichtigen Segment bringen.
bwd Wie sind Sie personell aufgestellt und welche Mengen wollen Sie 2011 absetzen?
Haas Wir haben derzeit zwei Mitarbeiter im Außendienst und Peter Wolfsgruber als Vertriebsleiter. Wir planen für heuer, einen vierten Vertriebsmann einzustellen, der sich um den Zentralraum Oberösterreich, die Steiermark und Kärnten kümmern soll. Mengenmäßig wollen wir mehr absetzen als im Vorjahr und planen für 2011 zwischen 150.000 und 200.000 Quadratmeter.
Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden Januar-Ausgabe von bwd .