Mapei Squinzi neuer Präsident von Confindustria

Dr. Giorgio Squinzi (69), Inhaber des Bauchemieherstellers Mapei, ist der neue Präsident von Italiens Unternehmer- und Arbeitgeberverband Confindustria.

Der Mailänder Squinzi führt damit eine Organisation mit 149.000 Unternehmen und mehr als fünf Millionen Beschäftigten. In seiner Antrittsrede machte der 69-Jährige machte er auf die schlechte wirtschaftliche Lage in Italien aufmerksam. Das Bruttoinlandsprodukt liegt dort noch immer sechs Prozent unter dem Niveau des Jahres 2007, außerdem schrumpfte die Produktion im selben Zeitraum um etwa ein Fünftel. Für die Zukunft wünsche er sich ein Land mit reformierter Verwaltung, ausreichender Infrastruktur, funktionierender Justiz sowie reduzierter Steuerlast.

Vom Kleinbetrieb zum Weltkonzern

Giorgio Squinzi, der seit 2010 Präsident der europäischen Organisation der chemischen Industrie ist, weckt in Italien große Hoffnungen. Mit Mapei hat er es geschafft, aus einem ehemaligen Kleinbetrieb, den er 1970 gemeinsam mit seinem Vater gründete, ein weltweit erfolgreiches und anerkanntes Unternehmen aufzubauen. Momentan ist Mapei mit 60 Fabriken in 29 Ländern vertreten, beschäftigt rund 7500 Mitarbeiter und kann einen Jahresumsatz von 2,1 Milliarden Euro vorweisen.