EPLF Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. Neue EPD für Laminatfußböden veröffentlicht

Das IBU-Institut Bauen und Umwelt e.V. hat die generischen Umwelt-Produktdeklarationen für direktbeschichtete Laminatfußböden verifiziert.

Laminatböden überzeugen durch ihre sehr gute Öko-Bilanz. Das weisen fundierte Umwelt-Produktdeklarationen nach. Diese sind vor allem bei Architekten und Planern ein wichtiges Grundlagen-Dokument für nachhaltiges Bauen. Das IBU-Institut Bauen und Umwelt e.V. hat jetzt die generischen EPD (Environmental Product Declarations) für Direct Pressure Laminate verifiziert, die der EPLF Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. aktualisieren ließ. Anläßlich der IBU-Mitgliederversammlung am 11. Juni in Berlin wurde das Bestätigungs-Dokument offiziell übergeben.

Die Laminatboden-Industrie war eine der ersten Bodenbelagsbranchen, die diesen ökologischen Nachweis für ihre Produkte einführte – und damit ein klares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit beim Bauen und Renovieren setzte: Bereits 2009 veröffentlichte das IBU-Institut Bauen und Umwelt e.V. die ersten EPD für Laminatböden. Seitdem gibt es gemäß ISO 14025 drei Muster-EPDs für die Kategorien: "DPL“ – Direct Pressure Laminate Floor Covering, "HPL“ – High Pressure Laminate Floor Covering und "PDL“ – Printed Décor Laminate Floor Covering.

Der technische Fortschritt bringt es mit sich, dass die EPDs regelmäßig überarbeitet werden müssen. Die neue Deklaration bezieht sich auf die größte Gruppe, die direktbeschichteten Laminatböden ("DPL“). Die bestehenden EPDs für "PDL" und "HPL" bleiben noch bis 2016 gültig.

Laminat: Hervorragende Ökobilanz 

Mittlerweile setzt gerade der Objektbereich bevorzugt Innenausbau-Produkte ein, die in spezifischen Umweltdeklarationen eine überzeugende Ökobilanz nachweisen können. Diese sind so aussagekräftig, dass man daraus sogar ein europaweites Umweltlabel mit Zielrichtung auf die Endverbraucher entwickeln könnte, schreibt der EPLF in einer Mitteilung. Eberhard Herrmann, Obmann des EPLF-Arbeitskreises Technik: "Die EPD bescheinigt den Laminatböden eine sehr gute Ökobilanz mit enorm positiven Werten bei Primärenergiebedarf und Treibhauspotenzial. Auch bei der Raumluftqualität zeigt dieser Bodenbelag seine Stärken. Wer seinen neuen Fußboden unter dem Aspekt Umwelt und Nachhaltigkeit auswählen will – egal ob privat oder im Objekt – hat mit den EPDs beste Argumente für Laminatböden in der Hand.“ Und das nicht nur in Deutschland: In Frankreich beispielsweise werden EPD ab 2017 verpflichtend für alle Bauprodukte vorgeschrieben.

Was steht in einer EPD? 

EPD dokumentieren die ökologischen Eigenschaften von Bauprodukten. Damit schaffen sie eine verlässliche Datengrundlage für ökologische Gebäudebewertungen nach DIN EN 15978 (Nachhaltigkeit von Bauwerken - Bewertung der umweltbezogenen Qualität von Gebäuden - Berechnungsmethode).

Die Umwelt-Produktdeklarationen enthalten Aussagen zum Energie- und Ressourceneinsatz ebenso wie zu dem Ausmaß, in welchem ein Produkt unter Umständen zu Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Weiterhin findet man dort Angaben zu technischen Eigenschaften, die für die Einschätzung der "Performance“ des Bauproduktes im Gebäude benötigt werden wie etwa die Lebensdauer, die Wärme- und Schallisolierung oder der Einfluss auf die Qualität der Innenraumluft.