Das lange Warten hat ein Ende. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz soll nun Ende dieser Woche nach mehrmaligen Änderungen im Bundestag beschlossen werden. Auf die Höhe der Steuer haben die neuen Bilanzspielregeln meist keine Auswirkung. Die Handelsbilanz wird jedoch deutlich transparenter.
Modernisiertes Bilanzrecht für den Mittelstand
Das lange Warten hat ein Ende. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz soll nun Ende dieser Woche nach mehrmaligen Änderungen im Bundestag beschlossen werden. Auf die Höhe der Steuer haben die neuen Bilanzspielregeln meist keine Auswirkung. Die Handelsbilanz wird jedoch deutlich transparenter.
Insbesondere zähe Verhandlungen mit Kreditgebern dürften in vielen Fällen dank der neuen Bilanzierungsvorschriften der Vergangenheit angehören. Denn die Handelsbilanz wird deutlich aussagekräftiger.
Ein Handwerker, der beispielsweise ein Patent entwickelt hat, durfte diesem in der Bilanz steuerlich keinen Wert beimessen. Im Klartext: In der Bilanz war nicht ersichtlich, dass den hohen Entwicklungskosten ein "immaterielles Wirtschaftsgut" mit einem teils hohen Wert gegenübersteht. Nach den neuen Regeln dürfen solche immateriellen Wirtschaftsgüter zumindest in der Handelsbilanz ausgewiesen werden.
bwd-Tipp: Einziger Haken am Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz könnten höhere Steuerberatungskosten sein. Denn wer die neuen Bilanzregeln anwenden möchte, muss zwei Bilanzen erstellen lassen. Zum einen die aussagekräftige Handelsbilanz und zum anderen eine Steuerbilanz, aus der die Gewinne für die Besteuerung entnommen werden.