Der Hamburger Großhändler Mega setzt auf das bundesweite Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge". Die Initiative ist eine zunächst auf drei Jahre angelegte Aktion des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, das Engagement der Unternehmen insbesondere für Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen aktiv zu unterstützen.
Der genossenschaftliche Großhändler für das Maler-, Bodenleger- und Stuckateurhandwerk setzt auf die gesellschaftlichen und ökonomischen Potenziale, die in der erfolgreichen Integration von Flüchtlingen beziehungsweise Bewerbern mit Migrationshintergrund liegen. Mega-Vorstandsvorsitzender Volker König betont: "Zuwanderer sind bei der Mega willkommen. Wir bilden derzeit mehr als 100 junge Leute aus, darunter auch zahlreiche Kollegen mit Migrationshintergrund. Über die Initiative 'Unternehmen integrieren Flüchtlinge' können wir uns mit anderen Unternehmen vernetzen, die ebenfalls einen Beitrag zum Integrationserfolg leisten wollen."
Mega-Personalleiter Jan Wehnert ergänzt: "Integration wird am besten über die Arbeitswelt gelingen. Daher herrscht akuter Handlungsbedarf für die Unternehmen, damit Flüchtlingen eine Perspektive als Fachkräfte von morgen haben. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen dabei die Überwindung von Sprachbarrieren und die passenden Qualifikationen für vorhandene Stellenprofile."
Mehr als 300 Unternehmen haben sich bereits für das Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" registriert. Im gemeinsamen Austausch werden Möglichkeiten entwickelt, wie man als engagiertes Unternehmen am besten den Herausforderungen des Integrationsprozesses begegnet. Es bietet Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement. Zudem liefert es Praxistipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen den Unternehmen.