Domotex 8. Innovationspreis Architektur und Boden auf der Contractworld Leuchtende Beispiele für das, was möglich wäre

Dass Produktlieferanten der Spagat zwischen Funktionalität und Ästhetik glückt, wünschen sich Architekten schon immer. Die Bewerber um den 8. Innovationspreis Architektur und Boden zeigen in der Contractworld-Halle neue Möglichkeiten auf.

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    © Carpet Concept
    6 Mit der Kombination verschiedener Webarten soll „Ply“ von Carpet Concept geometrische und amorphe Formen modellieren. Die Eleganz der Schlinge trifft auf den Charme des Velours, effektvoll unterstützt durch feine Farbwechsel.
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    © Tisca Tiara
    5 Ein starkes Stück: „Tisca Forte“ heißt der Beitrag der Schweizer von Tisca Tiara, der im Bereich Hotellerie und Gastronomie ein Gegenpol zur uniformen Trendnachahmung sein soll. Dabei ist der gewebte Teppichboden aus pigmentgefärbtem Garn laut Hersteller äußerst strapazierfähig.
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    © Anker-Teppichboden
    3 Mit „Lucca eTX“ setzt Anker-Teppichboden auf das Material Econyl von Aquafil, das zu 70 Prozent aus recyceltem Polyamid besteht. Der textile Rücken besteht gar zu 100 Prozent aus recyceltem PET-Granulat.
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    © Egetaepper
    2 Was Egetaepper speziell für die gleichnamige Internetagentur auf den Boden gebracht hat, zeigt der Beitrag „Zieltraffic“. Das rapportlos über eine Fläche von 600 Quadratmeter entwickelte Design lässt aus exakt gefertigten Teilstücken am Ende ein Gemälde entstehen.
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    © Expomobil
    1 Fantastisch funktional: Nach ersten Einsätzen am Skilift soll der Beitrag „Kunst rasen“ von Expomobil seinen Weg ins Objekt finden. Dabei ermöglicht der transparente Belag Lichtspiele durch Hinterleuchtungen.
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    © Toucan-T
    4 Dass die klassische Reduziertheit des maschinell gefertigten Beitrags „Track“ dessen individuellem Charakter keineswegs widerspricht, ist das Besondere des Produkts von Toucan-T. Übersichtlich präsentiert der Hersteller ebenso seine gesamte Produktpalette.
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    © Witex
    Höchsten Ansprüchen gerade in architektonischer Hinsicht scheint der Beitrag „cerastone crystal white“ von Witex zu genügen. Immerhin präsentiert darauf künftig Porsche seine automobilen Schätze im konzerneigenen Museum.

Leuchtende Beispiele für das, was möglich wäre

Die Palette reicht von rot hinterleuchtetem „Kunstrasen“, der für Messezubehör-Spezialist Expomobil eine besondere Auszeichnung bedeutet, über das mit einer Auszeichnung belohnte Recyclingprodukt „Lucca eTX“ von Anker-Teppichboden bis hin zum exklusiven Webteppichboden „Ply“; der verstärkt in der Variante „Geometric“ seine dreidimensionale Wirkung noch durch den Wechsel von Schlinge und Velours und bringt Hersteller Carpet Concept damit einen der vier begehrten Innovationspreise Architektur und Boden ein. Natürlich sehen es – wie im zuletzt genannten Fall – die Juroren eines von Architekturzeitschriften wie „AIT“ sowie „xia Intelligente Architektur“ ins Leben gerufenen Bewerbs gerne, wenn Produktinnovationen aus der Zusammenarbeit mit Designern entstehen.

Dass Toucan-T nicht nur für das maschinell gefertigte „Track“ mit einer zufällig angeordneten Dreistreifenoptik, sondern auch für eine architektenfreundliche Vorstellung der gesamten Textilkollektion eine besondere Auszeichnung erhält, erscheint ebenfalls konsequent. Schließlich, das ist bekannt, ist den Planern bei Produkt wie Präsentation in der Regel weniger lieber als mehr.

Richtig abgeräumt haben mit zwei weiteren Innovationspreisen die Schweizer von Tisca Tiara und der Augustdorfer Belaghersteller Witex. Während das Produkt „Tisca Forte“ dank breiter, elektronisch gesteuerter Jacquard-Maschinen dem Architekten mit rapportlosen und formal freien Dessins jede Gestaltungsmöglichkeit lässt, wuchert Witex-Beitrag „cerastone crystal white“ mit dem Pfund eines Objekteinsatzes im neuen Porsche-Museum.

Schließlich zeichnet die Jury die Maßarbeit „Zieltraffic“ von Egetaepper für eine gleichnamige Internetagentur aus. Der Teppichboden, als Gemälde für eine Fläche von 600 Quadratmeter designt, nimmt in Pfeilform nicht nur auf den Namen des Auftraggebers Bezug. Er soll ferner Arbeitsstränge im Unternehmen abbilden. Damit aus dem Spagat ein Dreisprung wird, wenn Funktionalität, Ästhetik und Kommunikation aufeinandertreffen.

Reinhold Kober

reinhold.kober@holzmannverlag.de