Konzern reagiert auf Rückgänge
Wie berichtet, hat die im MDAX notierte Pfleiderer AG die mit kreditgebenden Banken vereinbarten Finanzkennzahlen nicht eingehalten. Das bestätigte sich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen des Konzerns.
Bei Absatz und Preisniveau verzeichnet das Unternehmen klare Rückgänge. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 24,5 Prozent auf 692,4 Millionen Euro. Dabei belasteten laut Pfleiderer Wechselkurseffekte die Entwicklung mit 38,9 Millionen Euro bzw. vier Prozentpunkten.
Osteuropa-Geschäft kollabiert
Mit einem Minus von fast 40 Prozent verzeichnete Osteuropa den stärksten Rückgang – das Nordamerika-Geschäft wuchs um ein halbes Prozent. Der Auslandsanteil am Umsatz erreichte 71,5 nach 71,9 Prozent im Vorjahreshalbjahr.
Trotz des starken Umsatzrückgangs steigerte die Pfleiderer AG die Bruttomarge verglichen mit den ersten sechs Monaten 2008 dank niedrigerer Rohstoffpreise, Effizienzsteigerungen und konsequenter Kostensenkungen von 25,7 auf 26,2 Prozent.
Kapazitäten nicht ausgelastet
Im Bruttoergebnis wirkten aufgelöste Rückstellungen von zehn Millionen Euro. Der Rückgang führte zur deutlichen Unterauslastung der Werke, was der Konzern durch Abbau von Überstunden und Leiharbeitskräften sowie flexible, auftragsabhängige Einführung von Kurzarbeit kompensierte.
Die Vertriebskosten senkte das Unternehmen um 16 Prozent auf 100,4 Millionen Euro, die Verwaltungskosten um 9,4 Prozent auf 59,6 Millionen Euro. Das EBITDA sank im ersten Halbjahr 2009 auf 79,1 Millionen Euro nach 119,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.
Wertminderung schlägt zu Buche
Die EBITDA-Marge lag bei 11,4 Prozent. Das EBIT fiel von 54,8 auf 22,6 Millionen Euro. In den Abschreibungen von 56,5 Millionen Euro enthalten sind Wertminderungen von vier Millionen Euro. Das Finanzergebnis fiel mit -26,3 Millionen Euro um fünfeinhalb Millionen Euro besser aus als 2008.
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