Jordan übernimmt Inku
Die W. & L. Jordan GmbH aus Kassel ist neuer Eigentümer der insolventen Inku AG. Für vermutet knapp zwei Millionen Euro hat Jordan am 30. Januar 2009 in Klosterneuburg den Zuschlag erhalten. Damit endete ein hitziger Bieterwettstreit um das traditionsreiche östereichische Großhandelshaus für Raumausstattung. Zuletzt waren neben Jordan noch die beiden österreichischen Großhändler Sonnhaus und Landegger an Inku interessiert.
Jordan will mit Stichtag 16. Februar 2009 die Bodenbelagaktivitäten in einer neuen Inku-Auffanggesellschaft in Österreich fortführen.
Diese wird nach Angaben des neuen Eigentümers alle Marken und Kundenbeziehungen übernehmen und mit rund 70 Mitarbeitern (von derzeit 130) sowie einer komplett neuen inneren Organisationsstruktur an den Start gehen. Eine Anzahl leitender Mitarbeiter aus dem Jordan-Stammhaus Kassel sollen in der Startphase die Integration begleiten. Der Inku-Vertrieb ebenso wie das Zentrallager in Klosterneuburg und der bisherige Fuhrpark sollen erhalten bleiben. Wahrscheinlich ist, dass der Standort Klosterneuburg aus Kostengründen mittelfristig nicht gehalten wird. Stattdessen soll im Speckgürtel Wiens eine neue Dependence entstehen. Wie es heißt, will Jordan das Inku-Sortiment künftig um erfolgreiche Joka-Qualitäten erweitern. Auch soll die Weiterentwicklung der Inku-Leistungsgemeinschaft besondere Priorität erhalten.
(siehe hierzu Kommentar Seite 73)