Die Gleichgewichtsfeuchte ist das Maß für die gebundene Feuchtigkeit im Holz. Ob diese immer einheitlich ist, erfahren Sie hier.
Holz ist und bleibt immer hygroskopisch. Auf jede Änderung der Umgebungsfeuchte reagiert der natürliche Baustoff. Sinkt die relative Luftfeuchte, so wird im Holz gebundene Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgegeben, steigt die relative Luftfeuchte, nimmt das Holz die umgebende Feuchte in Form von gebundenem Wasser auf.
Natürliches Wechselspiel
Jeder Fachmann kennt das natürliche Wechselspiel, das sich bei Parkettböden in Form von Fugen und press aneinanderliegenden Stäben oder Dielen in den feuchteren Sommer- und beheizten Winterperioden offenbart.
Bleibt die Umgebungsfeuchte längere Zeit auf gleichem Niveau, stellt sich ein Feuchtegleichgewicht ein, das sich nicht mehr ändert. Die Gleichgewichtsfeuchte ist das Maß für die in diesem Zustand gebundene Feuchtigkeit im Holz. Dieses liegt bei gängigen Holzarten und durchschnittlichen klimatischen Bedingungen in unseren Regionen, in denen eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und Temperaturen von 20 °C angesetzt werden, bei etwa neun Prozent. Relativ exakt treffen diese Abhängigkeiten auf die Fichte, aber in Annäherung auch auf die Eiche zu. Die gewählten Einbaufeuchten von Parkett haben in diesen Zusammenhängen ihre Ursache.
Die Gleichgewichtsfeuchten des natürlichen Baustoffes sind aber nicht einheitlich. Der Gehalt an Inhaltsstoffen – ob groß oder klein – kann die Gleichgewichtsfeuchte der Hölzer beeinflussen. Ähnliches gilt für Wärme-, Dampf- oder andere Behandlungen. Die Gleichgewichts- beziehungsweise Ausgleichsfeuchte gängiger Holzarten ist in bekannten Diagrammen in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchte dargestellt.