Interface: Biobasierten Rücken für Teppichfliesen entwickelt

Interface hat einen biobasierten Rücken für seine Teppichfliesen entwickelt. Das sogenannte Backing entspricht sämtlichen europäischen Leistungs- und Qualitätsstandards.

Der biobasierte Rücken der von Interface entwickelten Teppichfliesen entspricht sämtlichen europäischen Leistungs- und Qualitätsstandards. Laut Angaben des Herstellers modularer, textiler Bodenbeläge zeichnet sich das neue Produkt auch durch niedrige VOC-Emissionen und hohe Formbeständigkeit aus.

Das vollständig biobasierte Verbundmaterial wurde in Zusammenarbeit mit Wageningen UR Food & Biobased Research in Scherpenzeel entwickelt. Neben einer 4,5 Millionen Euro hohen Investition in eine flexible Produktionsanlage leistet sich Interface am niederländischen Standort auch ein eigenes Forschungs- und Entwicklungsteam, das sich ausschließlich der Entwicklung biobasierten Verbundmaterials verschrieben hat.

Um im Sinne seiner Unternehmensstrategie eine führende Rolle in der Kreislaufwirtschaft zu spielen, setzt Interface laut eigenen Angaben nicht einen einzelnen recycelten oder biobasierten Rohstoff ein, sondern hat stattdessen einen umfassenden und flexiblen Wertschöpfungsprozess entwickelt. Dieser erlaubt ein breites Spektrum an recycelten und biobasierten Rohstoffen als Input oder Output.

Biobasierter Rücken fördert Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit

Darüber hinaus führt Interface seine Kooperation mit Universal Fibres, einem US-Unternehmen, das sich unter anderem auf die Entwicklung und Herstellung von textilen Fasern spezialisiert hat, fort. Auf diese Weise mache sich das Unternehmen Schritt für Schritt von neuwertigem Polyamid unabhängig – zugunsten biobasierter Rohstoffe.

Vor zwei Jahren begann der Hersteller damit, ein biobasiertes, formaldehydfreies Glasvlies zu entwickeln. Seitdem wurden zwei Millionen Quadratmeter des Materials in der EMEA-Region abgesetzt, weshalb das Unternehmen nun schrittweise sein gesamtes europäisches Portfolio mit Glasvlies ausstatten will. Die zunehmende Wertschöpfung aus biobasierten Rohstoffen sei ein entscheidender Schritt für das Unternehmensziel, bis 2020 vollkommen nachhaltig zu sein.

Bezüglich der Fortschritte in den Bereichen Forschung und Technologie, die für die Entwicklung von biobasierten Rohstoffen eingesetzt wird, sagt Nigel Stansfield, Chief Innovations Officer bei Interface: „Wir sind überzeugt, dass biobasierte Rohstoffe, die nicht Teil der Nahrungskette sind, die ideale Ergänzung zu recycelten Rohstoffen darstellen...".

Die Marktreife wird der biobasierte Rücken von Interface voraussichtlich innerhalb der kommenden 18 Monate erreichen, einschließlich der Einführung in der EMEA-Region (Europe, Middle-East, Africa).