Serie, Teil 2 Holzpflaster: Hier ist Know-how gefragt

Die Arbeit mit Holzpflaster ist nur etwas für Spezialisten, die das bodenlegende Handwerk beherrschen – von der Untergrundvorbereitung bis hin zum Oberflächenschutz. Warum Hersteller und Verleger unbedingt zusammenarbeiten sollten.

Holzpflaster Objekt
Holzpflaster gilt allgemein als freundlich und robust. Bei der Verlegung ist jedoch die Kompetenz des Fachmanns gefragt. - © OPW

Bei der Verlegung von Holzpflaster ist die hohe Qualität des Unterbodens absolut maßgebend. Denn die Feuchtigkeitsaufnahme über das Hirnholz kann im Vergleich zu Längsholz zu größeren Quellkräften in der Fußbodenfläche sowie zu einer schnelleren Feuchteaufnahme in Richtung der Holzfaser führen.

Der Planer muss daher im Vorfeld die Stärke des Unterbodens auf die zu erwartenden Belastungen abstimmen, während der Auftragnehmer für Estricharbeiten darüber zu informieren ist, dass Holzpflaster auf seinem Gewerk den Nutzboden bildet. Zu den Belastungen zählen neben den zu erwartenden Klimaschwankungen auch die Verkehrslasten selbst und die dazugehörige Frequenz ihres Auftretens.

Nicht nur die generelle Festigkeit des Unterbodens muss dem gewählten Holzpflaster entsprechen, sondern auch dessen Oberflächenfestigkeit. Egal ob Zementestrich, Calciumsulfat­estrich oder Beton – je nach Estrichart müssen bestimmte, in der DIN 68702 fixierte Festigkeitsklassen vorliegen. Gussasphalt­estriche erfordern ihrerseits bestimmte Härteklassen und auf die thermoplastischen Eigenschaften dieser Unterbodenvariante ist besonders Rücksicht zu nehmen, denn gerade bei schwankenden raumklimatischen Bedingungen gelangen diese Unterböden an ihre Grenzen. Erhöhte Aufmerksamkeit sollte auf ausreichende Randfugen und fußbodenbeheizte Konstruktionen gerichtet werden.