Die E-Bilanz kommt – schneller als manchen lieb ist. Erfahren Sie hier, wie sich Betriebe vorbereiten können.
Hilfe, E-Bilanz! So sind Sie gewappnet
Spätestens ab 1. Januar 2012 soll es ernst werden mit der Elektronischen Bilanz, kurz E-Bilanz. Dann müssen bilanzierende Unternehmer dem Finanzamt die Bilanzdaten sowie ihre Gewinn- und Verlustrechnung elektronisch übermitteln.
Dazu müssen die einzelnen Positionen jedoch unterteilt mit Kennzahlen versehen werden. Wann imüssen sich Unternehmer mit dem Thema befassen? Die E-Bilanz sollte ursprünglich bereits für Wirtschaftsjahre gelten, die ab dem 1. Januar 2011 starteten. Doch wegen technischer Probleme wurde der Start um ein Jahr verschoben. Derzeit läuft eine Testphase, an der verschiedene Unternehmen und Softwarehersteller teilnehmen. Diese Testphase sollte Ende April abgeschlossen sein, wurde aber bereits bis Ende Juni verlängert.
Vorbereitung sollte langsam anlaufen
Obwohl der 1. Januar 2012 noch weit entfernt scheint, sollten Unternehmer schon heute mit den Vorbereitungen zur E-Bilanz beginnen. Denn spätestens im Sommer wird das Bundesfinanzministerium die Spielregeln bekannt geben, die für Wirtschaftsjahre ab 1. Januar 2012 zu beachten sind.
bwd-Tipp: Betriebsinhaber sollten schon heute an morgen denken und deshalb zeitnah folgende Ausgaben angehen: Unternehmer sollten festlegen, welche Personen im Unternehmen die Einführung der E-Bilanz überwachen und koordinieren sollen. Bestenfalls sollten drei Mitarbeiter vorgesehen werden. Scheidet ein Mitarbeiter aus, bleiben immer noch zwei Mitarbeiter übrig, die sich gegenseitig vertreten können. Spätestens im Spätsommer sollte Kontakt zum Anbieter der Buchhaltungssoftware aufgenommen werden. Gleichzeitig sollten Angebote anderer Softwarehersteller eingeholt werden.
Spätestens im Herbst sollte die EDV-Buchhaltung E-Bilanz-fähig sein.