Gut gewappnet für die Anforderungen des Marktes
bwd Herr Irving-Swift, arbeitet die Europa-Sparte von Armstrong endlich profitabel?
Irving-Swift Wir haben die Erwartungen 2011 übertroffen und sind dafür von der Konzernmutter in Lancaster ausdrücklich gelobt worden. Wir haben geliefert, wie man so schön sagt.
bwd Was heißt das im Einzelnen?
Irving-Swift Wir haben uns aus den Märkten Frankreich und England zurückgezogen und die Produktion in Schweden und England planmäßig aufgegeben. Gleichzeitig haben wir die Produktpalette gewaltig ausgedünnt, um rund 27 Prozent. Wir haben die Fixkosten in der Verwaltung reduziert und parallel dazu die Produktivität um fünf Prozent gesteigert. Wir sind somit gut gewappnet für die Anforderungen am Markt. Nach der Phase der Restrukturierung und Kostenreduzierung liegt unser Fokus nun auf Wachstum.
bwd Wo möchten Sie wachsen?
Irving-Swift Wir werden in zwei Richtungen wachsen. Mit neuen Produkten in den Kernbereichen Linoleum, homogene Beläge und Designfliesen. Zum Zweiten über die Forcierung der Geschäfte in Schwellenländern, Russland und dem Mittleren Osten. Bis zum Jahresende werden wir verglichen mit unseren direkten Wettbewerbern die größte Verkaufsorganisation im Mittleren Osten haben.
bwd Welche Rolle spielen die deutschen Produktionsstandorte für die globalen Ambitionen?
Irving-Swift Wie angekündigt sind wir dabei, innerhalb einer Periode von drei Jahren zwischen 20 und 30 Mio. Euro in die deutsche Produktion zu investieren. Das Fertigungsverfahren in Bietigheim erweitert unseren Horizont. Wir werden nicht mehr so eurozentrisch sein wie bisher.sh
