Eberhard Lotz hat Objectflor 1989 gegründet. 20 Jahre später gehört das Unternehmen europaweit zu den führenden Anbietern elastischer Bodenbeläge. Im Interview spricht Lotz über sein Vertriebskonzept und wichtige Stationen der Firmengeschichte.
Gründer Eberhard Lotz im Interview
Herr Lotz, sind Sie zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens?
Lotz Auf jeden Fall. Wir verzeichnen jedes Jahr deutliche Zuwächse. Objectflor ist mit den drei Säulen Homogen-, Design- und Kautschukbeläge gut aufgestellt. Außerdem gehören wir mit der James Halstead Flooring zu einer Unternehmensgruppe, die in Objectflor vertraut und es uns immer ermöglicht hat, in die weitere Entwicklung zu investieren.
Inwiefern haben die Wiedervereinigung im Gründungsjahr 1989 und die Öffnung der Märkte in Osteuropa die Entwicklung des Unternehmens geprägt?
Lotz Für mich persönlich war die Wiedervereinigung ein ganz wichtiges emotionales Ereignis. Es war aber auch schnell klar, dass die neuen Märkte wirtschaftlich lohnend sein würden. Heute liegt unser Schwerpunkt ganz selbstverständlich in Zentraleuropa. Frankreich und die Niederlande gehören ebenso dazu wie die Slowakei oder Ungarn – das ist ein gelebtes Europa.
Die Kunden- und Serviceorientierung spielt bei Objectflor eine große Rolle. Wie hat sich das auf die Entwicklung des Unternehmens ausgewirkt?
Lotz Für mich ist das der wichtigste Faktor überhaupt. Es gehört zu unseren Prinzipien, dass wir ehrlich zu unseren Kunden sind. Nehmen Sie unser Vertriebskonzept. Wenn eine Kollektion beispielsweise über den Großhandel vertrieben wird, dann können sich unsere Partner darauf verlassen, dass wir diesem Konzept die Treue halten. Aber auch unseren Mitarbeitern begegnen wir auf der Basis von Vertrauen und Respekt. Ihre Zahl ist in den 20 Jahren sehr schnell von vier auf 89 angestiegen, viele begleiten Objectflor seit langem.
Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Stationen während der vergangenen 20 Jahre?
Lotz In den ersten Jahren waren das einige beachtliche Umsatzsprünge, die uns gelungen sind. 1996 kündigte dann mein Partner Rolf Heinrich an, dass er sich aus dem Geschäft zurückziehen wolle. Nach einigen Überlegungen schien es mir am besten, unsere Anteile gemeinsam an die James Halstead Flooring zu veräußern. Zwei Jahre später haben wir durch den Ankauf der Karndean International Zentraleuropa unsere Kompetenz im Bereich Designbeläge ausgebaut, 2002 haben wir SaarFlor-Systems übernommen.