Cabana AG Bodenbeläge in der Schweiz Gewinner, Verlierer, Trends und Risiken

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    © Bilder: Cabana
    Marktanteile 1990.
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    Marktanteile 2012.

Anlässlich der Hausmesse präsentierte der Geschäftsführer der Cabana AG, Dieter Sandmeier, in seinem Vortrag Zahlen zum Bodenbelagsmarkt in der Schweiz. Daraus ging hervor, dass beim Vergleich der Marktanteile von 1990 mit 2012 Parkettböden, Keramik-/Natursteinböden und LVT-Böden einen Aufschwung erlebt haben. Zu den Verlierern, so Sandmeier, zählen Teppichboden, Laminat und Linoleum. 1990 lag der Marktanteil textiler Bodenbeläge in der Schweiz noch bei 62 Prozent. Innerhalb der vergangenen zwölf Jahre habe sich dieser aber auf mehr als die Hälfte, auf 28 Prozent, reduziert. 28 Prozent, die Sandmeier allerdings als zu optimistisch bewertet. Zeitgleich haben Parkett, Kork und Laminat an Beliebtheit gewonnen und konnten ihre Marktanteile von sieben auf 34 Prozent steigern. Mit 14 Prozent verzeichnen elastische Bodenbeläge einen leichten Rückgang (1990: 17 Prozent). Wie Cabana auf Basis der Studien von „Baublatt Info-Dienst“, „BFS“ und „Wüest & Partner“ berichtet, dominieren Holz, Parkett, Kork sowie Stein und Keramik als Bodenbeläge im Objektbereich. In Neubauten aus dem Gesundheits- und Bildungssektor setzen sich aber zunehmend Kunststoffbeläge durch. 2012 wurden in der Schweiz laut Cabana etwa 30 Millionen Quadratmeter Boden verlegt, wobei Parkett, Laminat und Kork mit zusammen 10,3 Millionen Quadratmeter den Großteil ausmachen.

Eine höhere Nachfrage nach Wohnfläche lasse in der Schweiz seit 2003 die Bauinvestitionen steigen. 2013 belief sich das Investitionsvolumen auf über
45 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet etwa 38 Milliarden Euro). Die Zunahme der Investitionen sei laut Sandmeier insbesondere auf einen Anstieg an Neubauten zurückzuführen, nicht auf Umbau- oder Erneuerungsarbeiten. Dieser Trend sei aber nicht zukunftsweisend, denn es könne davon ausgegangen werden, dass mit der Schweizer Volksabstimmung für eine Beschränkung der Einwanderung auch die Nachfrage nach mehr Wohnfläche sinke.