Forbo: Umsatzeinbußen durch negative Währungseinflüsse

Negative Währungseinflüsse sorgen bei Forbo Flooring für Umsatzeinbußen von 2,1 Prozent. Der Hersteller will der Entwicklung mit einer intensiven Vermarktung der neu eingeführten Kollektionen, Neulancierungen sowie einem weiteren Ausbau des Vertriebs in Wachstumsmärkten entgegenwirken.

Der Geschäftsbereich Forbo Flooring Systems erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 383,9 Millionen CHF (Vergleichsperiode Vorjahr: 437,2 Millionen CHF), was einem Umsatzrückgang in Lokalwährungen von 2,1 Prozent entspricht (-12,2 Prozent in Konzernwährung). Die positive Umsatzentwicklung seit Mitte 2013 konnte laut Herstellerangaben nicht mehr weitergeführt werden, was auf den Nachfragerückgang in wichtigen Kernmärkten wie Frankreich, Niederlande, Grossbritannien und USA zurückzuführen sei. Nach wie vor ist laut einer Mitteilung der Herstellers von Bodenbelägen, Bauklebstoffen sowie Antriebs- und Leichtfördertechnik in verschiedenen wichtigen Märkten keine Belebung feststellbar. Die Aktivität der Bauklebstoffe hat den Umsatz in einem unverändert herausfordernden Umfeld gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr gut halten können.

Wachstumsmärkte weiter ausbauen

Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich aufgrund des Umsatzrückgangs und der stark negativen Währungseinflüsse um 17,6 Prozent auf 43,4 Millionen CHF (Vergleichsperiode Vorjahr: 52,7 Millionen CHF). Die EBIT-Marge belief sich auf 11,3 Prozent (Vorjahresperiode: 12,1 Prozent). Um den Umsatzrückgang und die Währungseinflüsse besser auffangen zu können, wurden verschiedene Optimierungsprojekte und Anpassungen der Kostenstrukturen an die aktuellen Gegebenheiten eingeleitet. Der Fokus in den nächsten Monaten liegt zudem in der weiteren Umsetzung der Initiativen für profitables Wachstum, indem Flooring Systems die im 2014 umfangreichen, neu eingeführten Kollektionen und die Neulancierungen von diesem Jahr intensiv vermarkten möchte, sowie die Vertriebsstrukturen in Wachstumsmärkten weiter ausbauen will.

Ausblick 2015

Forbo geht für das Gesamtjahr 2015 von einem Umsatz in Lokalwährungen in etwa auf Vorjahreshöhe aus. Durch die Umrechnung der lokalen Ergebnisse in den starken Schweizer Franken werden sich jedoch Umsatz und Ertrag in Konzernwährung deutlich reduzieren. Forbo wird nach eigener Aussage seine Kostenstrukturen weiter optimieren und mit innovativen Produkten die negativen Währungseinflüsse soweit möglich kompensieren. Vorausgesetzt, dass sich das heutige wirtschaftliche Umfeld, insbesondere die Währungssituation, nicht weiter verschlechtert, geht Forbo für das Jahr 2015 von einem gegenüber dem Vorjahr leicht tieferen Konzernergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Schweizer Franken aus.

Der ausführliche Geschäftsbericht mit weiteren Hintergrundberichten zu den Umsatzeinbußen findet sich auf der Homepage von Forbo Flooring Systems.