FEP: Leichtes Wachstum 2015, unterschiedliche Länderergebnisse

Die Föderation der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) verzeichnete 2015 ein Wachstum von 0,5 Prozent. Die Ergebnisse in den einzelnen Ländern fielen allerdings sehr unterschiedlich aus.

Laut dem neuesten Bericht der Föderation der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) stieg Im Vergleich zu 2014 der Gesamtverbrauch 2015 um 0,48 Prozent. Bei der Produktion wurde erneut ein Trend - der sich bereits in den Vorjahren abzeichnete - bestätigt und verstärkt: viele Hersteller verlagern ihre Produktion aus strategischen Gründen in europäische Länder außerhalb des FEP-Gebietes. Die Produktion im Gebiet der FEP stieg um 2,61 Prozent auf fast 64 Millionen Quadratmeter, während die europäische Produktion außerhalb der FEP-Länder bei etwa 14,6 Millionen Quadratmetern liegt.

Die Gesamtproduktion im FEP-Gebiet stieg um 2,61 Prozent auf 62.982.220 Quadratmeter. Unter Berücksichtigung der europäischen Gesamtproduktion (FEP-Länder und EU außerhalb FEP) stieg die Produktion 2015 um 3,59 auf über 78,5 Millionen Quadratmeter.

Mehrschichtparkett weiterhin am beliebtesten

Die Gesamtproduktion der verschiedenen Parkettarten im Jahr 2015 stellt sich ähnlich wie in den fünf Jahren zuvor dar: Demnach liegt Mehrschichtparkett mit 79 Prozent (76 Prozent im Jahr 2014) an erster Stelle, gefolgt von Massivparkett (inkl. Lamparkett ) mit 19 Prozent (im Vergleich zu 22 Prozent) und Mosaikparkett mit zwei Prozent.

Bei den absoluten Produktionszahlen nach Ländern, behält Polen seine Spitzenposition mit 20,32 Prozent, trotz eines leichten Produktionsrückgangs. Schweden festigt seinen zweiten Platz mit 16,63 Prozent, gefolgt von Österreich mit 14,23 Prozent. Der Verbrauch im FEP-Gebiet stieg um 0,48 Prozent auf 75.768.490 Quadratmeter (Vorjahr: 75.404.400 Quadratmeter).

Parkett-Verbrauch: Deutschland an erster Stelle

Bei den Verbrauchszahlen nach Ländern belegt Deutschland mit 23,46 Prozent den ersten Platz, gefolgt von Frankreich mit 10,38 Prozent. Schweden liegt bei 9,71 Prozent, gefolgt von Restskandinavien mit 8,72 Prozent. Italien konnte seinen fünften Platz mit 8,25 Prozent nicht halten, sondern wurde von der Schweiz (8,37 Prozent) verdrängt.

Pro-Kopf-Verbrauch: Schweiz liegt vorne

Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Parkett ist in der Schweiz nach wie vor am höchsten (0,76 Quadratmeter), gefolgt von Schweden (0,75 Quadratmeter) und Österreich (0,72 Quadratmeter). Der Verbrauch im gesamten FEP-Gebiet lag 2015 konstant bei 0,19 Quadratmetern.

Die Holzart Eiche konnte weiter zulegen und erreicht 77,7 Prozent, tropische Holzarten liegen konstant bei 4,5 Prozent. Esche und Buche sind die beiden anderen am häufigsten verarbeiteten Arten mit 5,6 Prozent und 3,8 Prozent.

FEP-Prognose 2016/2017: Optimismus ist angesagt

Nach vielen harten Jahren für die Parketthersteller und die insgesamt negative Entwicklung sowohl beim Verbrauch als auch in der Produktion erschien 2015 laut FEP wie ein Lichtblick, der das weltweite Ergebnis positiv beeinflusst. Der europäische Wirtschaftsindikator weist eine Kontinuität eines leicht positiven Trends auf. Die allgemein ermutigenden Berichte von den meisten FEP-Mitgliedsstaaten nach dem 1. Quartal dieses Jahres verstärken nach FEP-Angaben den Optimismus.