EU Einfuhrverbot für illegal eingeschlagenes Holz?

Einfuhrverbot für illegal eingeschlagenes Holz?

Die Europäische Union (EU) arbeitet an einem Gesetz, das die Bereitstellung von illegal eingeschlagenem Holz verbietet. Nach Einschätzung des American Hardwood Export Council (AHEC) kann eine solche Gesetzesinitiative weitreichende Folgen für den gesamten Holzhandel haben.


Das Gesetz könne nützlich sein, wenn es auf bestehende Initiativen aufbaut und diese verstärkt, um die verantwortungsbewussten Beschaffungspraktiken in der EU zu unterstützen. Es könne im ungünstigeren Fall freilich auch der Holzindustrie enormen Verwaltungsaufwand aufbürden, der ihre Wettbewerbsfähigkeit durch unnötige Handelsbarrieren gefährde.

Marktteilnehmer in der Pflicht

Die Bedenken des AHEC beruhen auf Änderungsanträgen zu den Empfehlungen der Europäischen Kommission, nach denen die Marktteilnehmer dafür in die Pflicht genommen werden sollen, dass "nur legal geschlagenes Holz und daraus hergestellte Holzerzeugnisse auf dem Markt bereitgestellt werden".


Dies führe zu einer Umkehr der Beweislast. Wer die Legalität eines Holzprodukts beweisen müsse, sehe sich einer beträchtlichen Herausforderung gegenüber – selbst wenn das Holz aus Ländern bezogen werde, in denen ein nur geringes Risiko für illegalen Einschlag besteht.

Sieben Millionen Waldbesitzer

Der AHEC hat eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben, die nachweisen soll, dass bei jedem aus den USA importierten Laubholz die Wahrscheinlichkeit, dass es aus illegalen Quellen stammt, unter einem Prozent liegt. Jedoch sei es nur selten praktikabel, einen Nachweis für die Legalität jeder einzelnen Holzpartie zu erbringen, da Holz aus einer Ressource stamme, die im Besitz von sieben Millionen kleinen Familienwaldbesitzern sei.

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