Porträt Einer von uns: Andreas Kinder aus Köln

Parkettlegermeister Andreas Kinder wollte schon immer einen handwerklichen Beruf erlernen. In den Beruf des Parkettlegers ist er jedoch irgendwie hineingeraten, wie er sagt.

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Parkettlegermeister Andreas Kinder ist noch am Anfang seiner Selbstständigkeit. - © privat

Die Leidenschaft zum Beruf hat Andreas Kinder über die Jahre entwickelt und entschied sich auch, den Meisterbrief zu absolvieren. Seit November letzten Jahres ist der Parkettlegermeister selbstständig. „Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich kein guter Angestellter bin“, sagt Kinder. Das hat mit seiner perfektionistischen Ader zu tun. „Eine Baustelle, die nicht 100 Prozent ist, kann ich nicht verlassen.“

Selbstständigkeit auf solide Beine stellen

Für seine Betriebsgründung hat der junge Parkettlegermeister jede Hilfe in Anspruch genommen, die er bekommen konnte. „Von der Handwerkskammer, Steuerberater über Parkettlegerbetriebe bis zu Leuten aus meinem Meisterkurs, die schon ein bisschen mehr kaufmännische Erfahrung hatten als ich.“ Kinder war es wichtig, seine Selbstständigkeit auf solide Beine zu stellen und wusste den Austausch mit erfahrenen Branchenkollegen zu schätzen.

Mit Ein-Mann-Betrieb erfolgreich

Momentan hat Kinder einen Ein-Mann-Betrieb und wenn es nach ihm geht, soll das möglichst lange so bleiben. Das Büro ist bei ihm daheim. „Der Papierkram macht mir wirklich sehr viel Spaß“, erzählt der Selbstständige. Sich mit Herstellern auseinandersetzen, Rechnungen zu schreiben und zu kalkulieren, sowie die ganze Verantwortung, die auf einem Selbstständigen lastet, ist für Kinder mit Freude verbunden. Für die verschiedenen Bodenbeläge und sonstigen Materialien hat er ein separates Lager angemietet. Jedoch möchte er in der Zukunft auch Parkettleger ausbilden. Gerade sei es dafür aber noch zu früh, meint der Parkettlegermeister. Ein zukünftiger Auszubildender sollte schließlich unter möglichst perfekten Bedingungen ausgebildet werden. Ihn stört es, dass viele Menschen anscheinend gar nicht wissen, dass Parkettleger neben Estrich- und Bodenleger ein eigenständiger Ausbildungsberuf ist.

„Eine Baustelle, die nicht 100 Prozent ist, kann ich nicht verlassen.“

Parkettlegermeister Andreas Kinder, Köln

Kinder arbeitet primär für Privatkundenhaushalte. Da er noch am Anfang seiner Selbstständigkeit steht, liegt für ihn der Fokus gerade darauf seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. „Momentan gewinne ich Neukunden hauptsächlich über Mundpropaganda.“ Für den Handwerker funktioniert diese Methode zum jetzigen Zeitpunkt immer noch am besten, wenngleich er auch eine eigene Website sowie Instagram als Marketing-Tool verwendet.

Besonders am Herzen liegt Kinder das Verhältnis zu den Kunden sowie eine ordentlich geführte Baustelle. Auch wenn viele Menschen gerade besonders auf ihr Geld achten, kann der Handwerker bei seinen Kunden beobachten, dass viele von ihnen trotzdem sehr viel Wert auf gute Qualität legen. Sein bisher spannendes Projekt war ein altes Haus von circa 1930. Dort musste der Parkettlegermeister mit verschiedenen Untergrundböden arbeiten. Am liebsten verlegt Kinder aber Fischgrät-Parkett. Darum freut es ihn besonders, dass diese Verlegeart gerade eine Art Renaissance erlebe. (gsa)

Kontakt

Andreas Kinder, Parkettlegermeister
Lavendelweg 6, 50769 Köln
E-Mail: info@parkett-kinder.de, Telefon: 0176 66834153