8. Internationale EstrichParkettMesse 19. bis 21. Juni in Feuchtwangen - Ein Heimspiel fürs Handwerk"> 8. Internationale EstrichParkettMesse 19. bis 21. Juni in Feuchtwangen Ein Heimspiel fürs Handwerk

Die Zahl der Aussteller in Feuchtwangen hat sich von 130 auf knapp 160 erhöht. Und sie repräsentieren offenbar mehr denn je das internationale Angebot. Dazu scheint der Veranstalter mit modernen Aluhallen in Sachen Komfort und Klima einen großen Schritt nach vorne getan zu haben. Aber: Stehen für die EPM die Zeichen auch auf Publikumserfolg?

Die Konkurrenz soll Sie mit dem Fernglas sehen? Dann sollten Sie nach Feuchtwangen gehen. - © Bayerische BauAkademie

Wolfgang Bux, Messeleiter und Geschäftsführer der gastgebenden Bayerischen BauAkademie, sieht einen „Trend zu kleineren Fachmessen“. Die Argumentation ist klar: Anders als bei den Gesamtschauen etwa für die ganze Innenausstattungs- oder gar Baubranche gibt es im fränkischen Feuchtwangen für die am Fußbodenbau Interessierten so gut wie keine Streuverluste. Aber reicht das als Begründung für den Besuch aus? Und: Ist das angesichts der Annäherung der Gewerke überhaupt noch zeitgemäß?

Antwort: Das kommt auf den Anspruch an. Wer als Parkett-, oder als Estrichleger konkrete Lösungen bezüglich Verlege-, Pflege- und Anwendungstechnik sucht, das Neueste über Messgeräte und Baustellenlogistik wissen will und bauchemische/ mechanische Zusatzmittel, Klebstoffe sowie Systemprodukte benötigt, der kann sich getrost auf den Weg machen.

Denn: Die EPM ist ein Heimspiel fürs Handwerk und die ausstellenden Unternehmen sind auf einschlägige Fragestellungen dieser Besucher (hoffentlich) gut vorbereitet. Wer freilich Informationsbedarf hat, was Bodenbelag-, Gardinen-, Stoff- oder Tapetentrends anbelangt, der ist je nach Fokus in München, Frankfurt/ Main oder Hannover besser aufgehoben.

Für seine Zielgruppe jedenfalls hat der rührige Veranstalter die Weichen gestellt. Kernstück der Ausstellungsfläche ist laut Akademie eine moderne Aluleichtbauhalle mit 4.000 Quadratmeter. Wo früher ein Messerundgang schon mal zur schweißtreibenden Angelegenheit wurde, ist jetzt von Klimatechnik die Rede. Darüber hinaus bietet das großzügige Gelände in Feuchtwangen Alternativen. Beengte Platzverhältnisse sollten keine auftreten.

Dazu sind Vorführungen im Freien ebenso geplant wie das Produkt- und Dienstleistungsangebot flankierende Vorträge. An beiden Messeabenden lädt der Veranstalter zum EPM-Treff (Donnerstag) und zu „EPM at night“ (Freitag). Involviert in die Organisationsarbeit der Service- und Verlagsgesellschaft des Bayerischen Baugewerbes mbH sind die Fachverbände Bundesverband Estrich und Belag (BEB), Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Bundesfachschule Estrich und Belag (BFS), Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik (ZVPF).

Pflichttermin für die Estrichfraktion

Wie ist das Informationsangebot der Hersteller und anderer Branchenteilnehmer zu bewerten? In Sachen Verteilung Estrich versus Parkett sind die Wurzeln der einst in Burgthann stattfindenden Schau unübersehbar. Unternehmer im Parkettlegerhandwerk können den Termin wie andere Regionalveranstaltungen nutzen, um sich über die neuesten Produkttrends zu informieren und den Austausch mit Industrie und Kollegen zu pflegen.

Anders sieht es für Marktteilnehmer aus dem Estrichgewerk aus: Die dürften kaum anderswo auf so kompakter Fläche einen derart umfassenden Streifzug durch die eigene Materie und benachbarte Themenfelder wie einschlägige Werkzeuge und Verlegewerkstoffe unternehmen können.

Schließlich zeigen auch Exoten am Rande der Wertschöpfungskette wie das mit dem BEB verbandelte Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung in Troisdorf Flagge. Und erstmals ergänzt ein EDV-Forum mit speziellen Softwarelösungen für die Branche das Messeangebot.

Reinhold Kober

reinhold.kober@holzmannverlag.de