Egger Gruppe: Umsatzminus im Geschäftsjahr 2023/2024

Der Holzwerkstoffhersteller Egger verzeichnet ein erhebliches Umsatzminus im Bereich Building Products (Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden) und schließt mit einem Umsatz von 4,13 Mrd. EUR (–7,1 % zum Vorjahr) sein Geschäftsjahr 2023/2024.

Egger Stammsitz in St. Johann/Tirol
Die EGGER Gruppe blickt zurück auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2023/2024, gekennzeichnet von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld. - © EGGER Gruppe

Die EGGER Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol (Österreich) blickt zurück auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2023/2024, gekennzeichnet von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld. Das Unternehmen erwirtschaftete einen gruppenweiten Umsatz von 4.132,5 Mio. EUR (–7,1 % zum Vorjahr) und ein  EBITDA von 493,6 Mio. EUR (–18,1 % zum Vorjahr). Die Eigenkapitalquote liegt mit 43,5 % weiterhin auf einem hohen Niveau.

Deutliche Umsatzverluste im Bereich Building Products

Im Geschäftsjahr 2023/2024 produzierte die EGGER Gruppe 10,4 Mio. m3 Holzwerkstoffe und Schnittholz (Vorjahr 9,6 Mio. m3). In den einzelnen Produktbereichen waren die Effekte der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung in leicht unterschiedlicher Ausprägung spürbar. So war im Bereich Building Products (Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden) der Markt- und Preisdruck erheblich. Der unkonsolidierte Umsatz fiel in diesem Produktbereich um –22,0 % auf 704,9 Mio. EUR.

Das Familienunternehmen verfolgt konsequent seine Strategie des nachhaltigen und gesunden Wachstums. EGGER konnte nach eigenen Angaben erfolgreich maßgebliche strategische Entwicklungen vorantreiben. So wuchs die Gruppe um das 22. Werk in Markt Bibart, ging eine Minderheitsbeteiligung am thailändischen Holzwerkstoffhersteller Panel Plus ein und begründete mit dem Bekenntnis zum Net Zero Ziel bis 2050 eine richtungsweisende Klimastrategie.

Auch das Netzwerk der internationalen Recycling-Sammelstandorte, die EGGER unter dem Namen Timberpak betreibt, erhielt Zuwachs um weitere Niederlassungen. Der Holzwerkstoffhersteller investierte in seine Recycling-Sammelstandorte in Polen, Italien, Deutschland, Großbritannien und den USA.