Inku AG Insolvenzverfahren eingeleitet Der Anfang vom Ende?

Der Anfang vom Ende?

Das österreichische Großhandelshaus Inku hat am 2. Dezember 2008 Insolvenz beantragt. Auf dem Weg eines Zwangsausgleiches soll nun versucht werden, das Unternehmen zu entschulden und damit den Fortbestand zu sichern. Die Schulden des einstmaligen Flaggschiffs der österreichischen Bodenbelagzene sollen sich auf 7,6 Millionen Euro belaufen. Von der Insolvenz betroffen wären über 250 Gläubiger im In- und Ausland.

Inku-Vorstand Michael Smolka nennt in einer offiziellen Stellungnahme den seit Mitte 2008 stark rückläufigen Geschäftsverlauf als Hauptursache für die Schieflage. Auch sei der Versuch gescheitert, Finanzierungshilfen von der öffentlichen Hand zu erhalten, nachdem die Banken keine Kredite mehr freigaben.

Die Ereignisse in Österreich haben auch in der deutschen Großhandelszene Staub aufgewirbelt. Angeblich hat ein namhafter deutscher Großhändler unmittelbar nach Kenntnisnahme von den Ereignissen ein Übernahmeangebot unterbreitet.

Der österreichische Markt gilt als hart umkämpft, aber dennoch als lukrativ. Erst vor Jahresfrist feierte die Steffel-Gruppe auf der Messe CASA ihren Eintritt in den österreichischen Markt. Steffel-Austria zählt auch zu den ersten Profiteuren der Situation. Bei der Wohnunion-Einkaufsgemeinschaft soll Steffel-Austria künftig die Inku in vergleichbarem Umfang ersetzen.Mehr darüber auf Seite 106