Die angespannte Lage im Bau- und Ausbauhandwerk, Inflation, Zinsanstieg und die wirtschaftliche Unsicherheit haben sich 2025 voll auf den Fachkräftenachwuchs ausgewirkt - das erklärt die Ausbildungsinitiative „Das ist Bodenhandwerk“.

„Es ist nicht mehr nur eine Warnung, sondern Realität: Die Fachkräfte von morgen fehlen uns bereits heute in der Ausbildung“, heißt es im Fortschrittsbericht 2025 der Initiative "Das ist Bodenhandwerk". Zugleich zeigt sich aber auch, dass das Engagement der Ausbildungsinitiative wirke.Ohne die Unterstützung der Förderer „sähe die Situation noch deutlich dramatischer aus“. Um der negativen Entwicklung bei der Anzahl der Auszubildenden weiter entgegenzuwirken, plädiert die Initiative für mehr Ausbildungsbetriebe im Stellenfinder und mehr Sichtbarkeit vor Ort. „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass das Bodenhandwerk im Wettbewerb um junge Talente sichtbar bleibt", heißt es in dem Bericht.
Zahl der Auszubildenden rückläufig
Bei den Raumausstattern sei die Zahl der Auszubildenden 2024 um mehr als zehn Prozent gesunken, heißt es im Fortschrittsbericht. Auch die Parkettleger (-6,5 Prozent) und die Bodenleger (-4,9 Prozent) verzeichneten Rückgänge. Bei den Estrichlegern betrage der Rückgang zwanzig Prozent. Die Zahl der Betriebe, die ausbilden, sei über alle Gewerke hinweg gesunken. Die Ursachen sieht die Initiative in den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Baukrise sowie wirtschaftlicher Unsicherheit durch Inflation und Zinsanstieg.