Der Laubholzspezialist Danzer schließt sein Werk in Souvans/Frankreich.

Eine sinkende Nachfrage nach Furnier sowie die ungünstige Rohmaterialversorgung seien laut Laubholzspezialist Danzer mit Stammsitz im österreichischen Dornbirn die Gründe für die Schließung des Werkes in Souvans/Frankreich. Das Unternehmen, das sich auf das Messern von Parkettdecklagen in Eiche spezialisiert hat, legt nur zwei Jahre nach der Modernisierung des Werks und Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro den französischen Standort still.
Der ambitionierte Plan, die Kapazitäten des Werks zu erhöhen und auf die Produktion von gemesserten Starkschnittlamellen zu spezialisieren, konnte laut Danzer nicht realisiert werden. Die sinkende Nachfrage nach PEFC-zertifiziertem Furnier sowie die ungünstige Rohstoffverfügbarkeit vor Ort machten diesen Schritt unabwendbar: "Die ambitionierten Ziele unseres Investitionsplans konnten nicht realisiert werden. Wir mussten auch nach mehreren Anläufen feststellen, dass sich der Standort Souvans nicht wirtschaftlich rentabel führen lässt“, erklärt Danzer-CEO, Hans-Joachim Danzer, "die 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Danzer France werden selbstverständlich vom Unternehmen in Verbindung mit den Vertretern des Personals sowie in Zusammenarbeit mit der lokalen Verwaltung unterstützt werden.“
Danzer kurz und knapp
- Gründungsjahr: 1932
- Standort Holding: Dornbirn, Österreich
- Produktionsstandorte: Europa 4, Nordamerika 6
- Verkaufsniederlassungen: Europa 7, Nordamerika 8, Asien 3
- Produktfelder: Furnier, Schnittholz, Rundholz, Spezialitäten (Vinterio, 3D-Furnier)
- Umsatz 2018: 202 Millionen Euro
- Lieferungen in 79 Länder weltweit
- Mitarbeiter: 1.600 weltweit