So beliebt Exotenhölzer auf deutschen Wohnzimmerböden sind, so ungeklärt ist manches Mal die Frage nach der Herkunft. bwd hat vor Ort recherchiert.
bwd recherchiert vor Ort
Alle Welt spricht von ihnen. Viele finden sie attraktiv. Aber immer mehr legen auch die Stirn in Falten, wenn das Gespräch darauf kommt: Die Rede ist von Exotenhölzern. Mit dem Einrichtungstrend hin zu dunklen Farben auf dem Fußboden tauchten im Fachhandel und bei den Importeuren Hölzer auf, deren Namen selbst Parkettspezialisten wenig sagten. Exotisch wurde – trotz einiger Unwägbarkeiten bei den spezifischen Eigenschaften und daraus resultierenden Fragezeichen bei der Verlegung – sexy.
Zu Unrecht in Veruf gekommen
Dann meldeten sich die Skeptiker zu Wort, verwiesen auf zum Teil frevelhaften Umgang mit natürlichen Regenwaldressourcen und Auswirkungen auf unser Klima (Stichwort: Ozonloch). Es kam die hohe Zeit der Zertifizierungen, Qualitätssiegel und Unbedenklichkeitserklärungen. Allerdings gerieten in diesem Kontext auch ganze Agrargesellschaften zu Unrecht in Verruf.
Keine Schwarz-Weiß-Malerei
Weil boden wand decke es als die Aufgabe einer seriösen Fachzeitschrift sieht, Statements nicht nur kritiklos wiederzukäuen, sondern selbst belastbare Informationen beizubringen, hat Fachredakteur und Parkettspezialist Walter Pitt dieses Jahr zwei längere Recherchereisen nach Malaysia und Surinam unternommen, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Die ist wie angedeutet mit Schwarz-Weiß-Malerei nur unzureichend beschrieben und wird mit einem Themenschwerpunkt im Novemberheft ausführlich aufgearbeitet.
Als kleinen Vorgeschmack zeigen wir Ihnen hier schon mal die schönsten Bildimpressionen aus Malaysia.
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