Besmer: Insolvenz angemeldet
Gegen den Teppichbodenhersteller Besmer, Hessisch Oldendorf, ist Ende Juli das Konkursverfahren eröffnet worden. Besmer war erst im April im Zuge eines Management-Buy-outs (MBO) aus der Domo-Gruppe herausgekauft worden. Für die Zahlungsunfähigkeit wurden zwei wesentliche Ursachen ins Spiel gebracht: Zum einen habe der einstige Mutterkonzern Domo, über den nach wie vor die Buchhaltung lief, Gelder – unter anderem aus einem Darlehen – blockiert. Zum anderen seien im Zusammenhang mit dem MBO zugesagte staatliche Fördermittel noch nicht freigesetzt worden. Selbst für Brancheninsider stellen sich einige Fragen. War das Buy-out nur eine Finte von Domo, um als langjähriger Nutznießer von Steuerprivilegien nicht selber Pleite machen zu müssen? Die zehnjährige Bindungsfrist für Subventionen, die Domo im Zusammenhang mit dem Besmer-Erwerb erhalten hat, ist dieses Jahr ausgelaufen.
Bis September soll ein Konzept zur Fortführung des Betriebs vorgelegt werden. Über das Arbeitsamt sei bis Oktober ein Konkursausfallgeld sichergestellt. Domo habe auch neue Kredite in Aussicht gestellt.