Unter dem Strich erlösten die Bau- und Gartenmärkte in Deutschland 20,33 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Minus von -8,2 Prozent, auf vergleichbarer Fläche minus - 9,1 Prozent.
Dies sei allerdings keinesfalls als Negativ-Trend zu sehen, wie Franz-Peter Tepaß, Sprecher des BHB-Vorstands, betont: „Der direkte Vergleich mit den hohen Zuwachsraten von 2020 (+13,8 Prozent) spiegelt keinesfalls die derzeitig sehr gute Verfassung der Branche wider. Setzt man die Entwicklung 2021 in Bezug zum Vor-Pandemiejahr 2019 zeigt sich, dass die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland ihren soliden Wachstumskurs mit einem Plus von 4,5 Prozent unbeirrt fortsetzen können.“
Auch in der Sortimentsentwicklung zeigt sich die volatile Situation sehr deutlich. Auch hier verglichen mit einem enorm starken Vorjahr – mit zweistelligen prozentualen Zuwächsen in fast allen Bereichen – stellt sich nun vieles wieder auf „Normalmaß“ um. Mit Holz (+4,1%) und Saisonwaren (+0,6%) sind tatsächlich nur zwei Produktbereiche überhaupt im Plus. Stärkste Rückgänge verzeichnen in Deutschland besonders die Bereiche Gartenmöbel (-19,3%) Anstrichmittel/ Malerzubehör (-18,0%) und Eisenwaren/Sicherungstechnik (-15,8%).
Das Sortiment „Wand/Boden“ musste 2021 gegenüber Vorjahr ein Umsatzminus von -5 Prozent hinnehmen auf 1.077,1 Mio. Euro. Die Umsätze im Segment „Bauchemie/Baumaterial“ gingen um -4,4 Prozent auf 2.342 Mio. Euro zurück. Im Bereich „Fliesen“ sanken die Umsaätze um -7,1 Prozent auf 343,3 Mio. Euro. „Anstrichmittel/Malerzubehör“ verbuchte ein Umsatzminus von besagten -18 Prozent auf 1.323,8 Mio. Euro.
Keine Prognosezahlen für 2022
Auch in diesem Jahr wird der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB ) auf eine zahlenbasierte Prognose verzichten. Um eine solche sinnvoll zu erstellen, müssten, wie der Verband heute mitteilte, zumindest die Rahmenbedingungen einigermaßen kalkulierbar sein – was derzeit sowohl in Bezug auf die pandemische Entwicklung, mehr aber noch auf die Unwägbarkeiten der Lieferkette bzw. einer politischen Entwicklung wie der Ukraine-Krise nicht zutrifft.
