Pfleiderer Aus für Werk in Gschwend

Aus für Werk in Gschwend

Das Pfleiderer Werk in Gschwend wird endgültig geschlossen, gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach haben Vorstand und Aufsichtsrat dem Beschluss der Geschäftsführung des BC Westeuropa zugestimmt, den deutschen Produktionsstandort zu schließen. Grund hierfür sei die in Folge der Rezession stark zurückgegangene Nachfrage nach Spanplatten. Laut Unternehmen befindet sich das Werk Gschwend wegen dauerhafter Unterauslastung bereits seit 13 Monaten in Kurzarbeit.

Konsolidierungsphase hält an

"Es zeichnet sich auch auf lange Sicht keine Erholung des Rohspan-Marktes ab", sagte Michael Wolff, Vorsitzender der Geschäftsführung des Business Centers Westeuropa der Pfleiderer AG. "Angesichts großer Überkapazitäten ist daher eine Anpassung des Produktionsangebots zwingend notwendig.", so Wolff. Man sei der Überzeugung, dass die Konsolidierungsphase in der Holzwerkstoffindustrie weiter anhalte. Darüber hinaus drückten stark gestiegene Rohstoffkosten auf die Marge. Pfleiderer kündigte an, deshalb im Verlauf November 2010 die Preise in Westeuropa um weitere 20 bis 30 Euro pro Kubikmeter erhöhen.

Pfleiderer hatte seine Produktionskapazitäten am Standort Gschwend bereits vor über einem Jahr reduziert. Nach Angaben des Unternehmens arbeiteten die verbliebenen 93 Mitarbeiter seither zu 100 Prozent kurz. Die Unternehmensleitung habe nun die Beratungen mit dem Betriebsrat vor Ort aufgenommen, um den Personalabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.