Aro: Aus nach 59 Jahren

Aro, die Fachmarktkette für Teppichböden, Teppiche, Bodenbeläge und Tapeten ist endgültig Geschichte – nach langem Ringen scheiterte heute ein letzter Rettungsversuch. Die Zukunft der nach mehreren Insolvenzen verbliebenen 207 Mitarbeiter ist ungewiss.

Bedrückende Stimmung im Herbst: Aro ist endgültig insolvent. - © Kadel

Wie die Nürnberger Nachrichten heute auf ihrem Onlineportal berichten, sprang heute ein potenzieller Investor ab. Damit ist klar: Sobald die letzten offenen Bestellungen von den wenigen, sogenannten Stützpunktfilialien ausgeliefert sind, endet die Firmengeschichte des von Michael A. Roth 1956 gegründeten Unternehmens. "Offenbar hat man hier die Chance des ersten Insolvenzverfahrens nicht genutzt", kommentierte Insolvenzverwalter Harald Schwartz knapp.

Michael A. Roth tritt künftig als Gläubiger auf

Der ehemalige Firmenchef Michael A. Roth tritt unterdessen ab 1. November als Gläubiger auf: Als Eigner der Immobilien kann der 80-Jährige im Insolvenzverfahren Mietschulden geltend machen. Die Gesamtforderungen der Gläubiger wird auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt. Durch den vorzeitigen Aufkauf aller wertvollen Teppiche durch die Roth-eigenen Firmen "Kiliani" gehen die Mitarbeiter nur noch von einem Restwarenwert von circa 100.000 Euro aus. Insgesamt müssen sich 207 Beschäftigte eine neue Arbeitsstelle suchen.