Nicht nur die Modebranche unterliegt Trendentwicklungen. Auch bei der Innenraumgestaltung wechseln Materialien und Farben. Welche Einflüsse sich dieses und nächstes Jahr bei den Produkten niederschlagen, hat Invista mit einer Analyse ermittelt.
Die von Teppichfaserhersteller Invista bereits zum dritten Mal durchgeführte „Antron-Trendanalyse“ ermittelte die Trends, die 2015 und 2016 aus ihrer Sicht im Bereich Innenraumgestaltung eine wichtige Rolle spielen werden. Eine weltweite Auswahl aus Designexperten nahm gesellschaftliche Entwicklungen, aktuelle Stimmungen und sozioökonomische Strömungen unter die Lupe. Die dabei ermittelten vier Trendwelten und die jeweils acht dazugehörenden Farben schaffen laut Invista aussagekräftige Entscheidungsgrundlagen für Produktinnovationen. Diese Erkenntnisse flössen auch in die Entwicklung von textilen Bodenbelägen mit ein.
Laut Trendanalyse wolle sich der Mensch 2015 und darüber hinaus die moderne Welt auf innovative Weise zu eigen machen, ohne dabei Vertrautes aus dem Blick zu verlieren. Konsumenten möchten ein Produkt nicht nur erwerben, sondern es mit allen Sinnen erleben. Welchen Einfluss diese Entwicklungen auf die Farben und Trends der Zukunft haben, beleuchtet die Antron-Analyse „Global Trend Forecast 2015/16“ in vier Grundrichtungen: „Elementare Ordnung“, „Optische Balance“, „Improvisation“ und „Sinnliches Erleben“.
"Elementare Ordnung"
Der erste Trend steht für eine neue Verbindung zwischen Mensch und Natur. Die Natur ist Inspirationsquelle für neue Materialität mit neuen Eigenschaften. Bei diesem Trend finden sich vor allem warme, beruhigende Farbtöne, kombiniert mit rostroten Highlights und positiv stimmenden Grüntönen.
"Optische Balance"
Neben der Farbe sind es vor allem die Oberflächen, die besondere Stimmungen erzeugen und so für Gestaltungsvielfalt sorgen. Muster täuschen optisch und schaffen eine Welt voller Illusionen: Lageneffekte transformieren Materialstrukturen, Streifen erzeugen Tiefe. Dieser Trend zeigt sich mit einem bunten Farb- und Mustermix.
"Improvisation"
Es ist ein Spiel zwischen Vertrautem und Experimentellem. Handwerkliches trifft auf Industrie-Design, Muster, Drucke und Farben werden chaotisch gemixt. Kein Produkt gleicht dem anderen. Nutzer können das Design bestimmen und verändern. Elektrisierende Akzente in Gelb und Blau beleben die sonst eher nüchternen Werkstatttöne.
"Sinnliches Erleben"
Neue Kombinationen heben die Grenzen zwischen harten und weichen Oberflächen auf. Plakative Farben werden mit verschwommenen Pastelltönen kombiniert. Farben und Texturen gehen Hand in Hand. Der Fokus liegt auf multisensorischen Aspekten, die zur Interaktion auffordern. Texturen werden erst durch Befühlen erfahrbar.


