Was haben Sie vor? Rüdiger Reinfelder, Henkel Alles aus einer Hand

Rüdiger Reinfelder, Marketing-Direktor bei der Henkel Bautechnik. - © Henkel

Alles aus einer Hand

bwdHerr Reinfelder, mit welchen Marketingstrategien erreichen Sie den Profihandwerker?

ReinfelderUnsere Marketingstrategie stützt sich auf vier Säulen. Die wichtigste ist eine sehr enge Beziehung zu Partnern in Handel und Objekt. Wir schätzen und suchen die Nähe zu Kunden und Verwendern. Aus dem engen Dialog und weil der Kunde stets im Mittelpunkt steht, leiten sich die übrigen Pfeiler ab: Wir bieten hochwertige Produkt- und Systemlösungen unter starken Henkel-Marken mit der Sicherheit eines Weltkonzerns im Rücken. Daneben leisten wir technische Unterstützung und halten unsere Partner durch Fort- und Weiterbildungen auf dem Stand der Technik. Und: Durch eine lebendige und kreative Forschungsarbeit sind wir in der Lage, in zuverlässigem Rhythmus Innovationen mit erlebbaren Produktvorteilen in den Markt einzuführen, die zur Distanzprofilierung unserer Kunden im täglichen Wettbewerb beitragen.

bwdHaben Sie für die Produktsparten verschiedene Vertriebswege?

ReinfelderAlle Markengeschäfte unter dem Dach der Bautechnik wie Ceresit, Thomsit, Wolfin, Teroson, Metylan, Sista und Elch sind durch ein engmaschiges Informations- und Kommunikationsnetzwerk miteinander verwoben. Die Spezialisierung der Marken und die der Vertriebsorganisationen bleibt aber ein Garant für unseren Erfolg. Nur ein Spezialist ist in der Lage, die Bedürfnisse der Kunden und Verwender zeitnah zu erkennen, im Idealfall sogar zu antizipieren, und entsprechend kompetente technische und kaufmännische Unterstützung zu leisten.

bwdFühren Ihre Zwischenhändler seit der Verzahnung der bautechnischen mit den klassischen Handwerkermarken nun alle Produkte?

ReinfelderNein. Unsere Fachhändler haben aber die Möglichkeit, Marken und Produkte aus gewerksverwandten Henkel-Vertriebsorganisationen zu listen. Davon profitiert der Fachhändler, der neue Arbeitsfelder und Verwenderzielgruppen erschließen oder sein Angebot um Produkte einer weiteren Marke ergänzen möchte. In der Praxis erweist sich diese Option als attraktiv, da wir alles aus einer Hand anbieten.

bwdWird es in Zukunft nur noch Komplettlösungen geben?

ReinfelderUnsere gewerkspezifischen Marken sind etabliert und genießen in ihren Branchen und Märkten hohes Ansehen. Daher werden wir sie weiter stärken. Zugleich werden wir aber unsere gesamte Systemkompetenz vom Keller bis zum Dach unter dem Schirm der Bautechnik von Henkel klarer in den Vordergrund stellen.

bwdEntstehen durch die Verzahnung Synergieeffekte?

ReinfelderWir erwarten in erster Linie offensive Synergien, da wir unsere Marken und Produkte einer noch breiteren Zielgruppe als bisher anbieten.

bwdWas bedeutet die Verzahnung für die Kompetenz der Mitarbeiter?

ReinfelderUnsere Mitarbeiter sind Spezialisten in ihren Gewerken. Daran soll sich nichts ändern. Allerdings erwarten wir, dass sie aufmerksam und hellhörig sind, wenn Kunden neue Zielgruppen erschließen oder ein erweitertes Produktprogramm anbieten möchten. Auch für die erste Beratung sind sie geschult. Spüren sie, dass Spezialwissen gefragt ist, schließen sie sich mit den Fachkollegen kurz.