24 Produkt- und Anwendungstechniker aus dem FEB-Kosmos sind der Einladung von Hersteller Ardex zur Herbsttagung nach Witten gefolgt. Thema dort in der Ardex Academy: alles rund um Technik.

Gastgeber Martin Kupka, Leiter der Ardex-Anwendungstechnik, konnte mit Karolina Jagla (TFI) und Stefan Niemann (Tramex) zwei neue Gesichter in der Runde begrüßen. „Neues zu Regulierung und Normung“ ist ein klassisches Thema für Daniel Wiegel, Leiter Service und Anwendungstechnik bei Gerflor Mipolam. Da dieser verhindert war, übernahm der Vorsitzende des Fachverbands der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB), Volkmar Halbe, diesen Part. Diskutiert wurde etwa über die umfangreiche Literatur des FEB wie etwa den Technic Explorer und die technischen Informationen. Aktuell wurde vor Kurzem der Leitfaden „FEB TI 9 – Messung und Beurteilung der Feuchte von Estrichen“ herausgegeben.
Nach einem Blick zurück auf das erste Halbjahr wurde über die Messeaktivitäten in der Branche gesprochen – hier steht die Messe Bau im Januar in München an. Danach folgte eine Präsentation von Cornelia Schiffer und Karolina Jagla (TFI Aachen) zum Thema „Nachhaltigkeit und Re-Use von elastischen Bodenbelägen“. Das TFI sieht Potenzial bei der Wiederverwendung von lose verlegten elastischen Bodenbelägen sowie Klick-Belägen und sucht nach Verfahren zur Bewertung der Qualität der Altbeläge. Außerdem beschäftigt sich das TFI Aachen mit Ergonomie und Physiologie bei harten Untergründen. Workshop-Angebote und Informationen zur neuen Bauprodukteverordnung 2024/3110 rundeten den Vortrag ab.
Martin Kuschel ist der Branche als erfahrener Jurist mit den Tätigkeitsschwerpunkten Bau- und Bauproduktenrecht, Sachverständigenrecht sowie Architektenrecht bekannt. In Witten referierte er über die alltäglichen Herausforderungen der Anwendungsberatung, wie zum Beispiel die Unterschiede zwischen Werk- und Kaufvertrag sowie unterschiedliche Formen der Beratung. „Keine Haftung für einen Rat oder eine Beratung aber umfassende Haftung für die Richtigkeit eines Planungsvertrages!“ - darum ging es in seinem Vortrag.
Das DGNB-System bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden und berücksichtigt dabei ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte der Bauprodukte. Hierzu haben DGNB, FEB und VinylPlus Deutschland ein Factsheet erstellt, um offene Fragestellungen zur Bewertung von Vinyl-Bodenbelägen im Rahmen des DGNB-Systems zu klären. Das Ergebnis: Gebäude mit Vinyl-Bodenbelägen können im System der DGNB – Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen – höchste Bewertungen (Gold- und Platin-Status) erreichen (wir berichteten). Auch die Label „TÜV Proficert-Product Interior“ vom TFI Aachen und „Indoor Air Comfort Gold“ von Eurofins, die viele FEB-Mitglieder bereits verwenden, sind seit mehreren Jahren für Stufe 4 als gleichwertig in Bezug auf die VOC-Emissionen anerkannt.