Die GEV hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Königswinter ihren Vorstand bestätigt und wichtige technische Weichen für die Zukunft gestellt. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmen und Produkte, die auf die Emicode-Zertifizierung setzen, weiter deutlich.

Die GEV – Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte – hat auf ihrer Mitgliederversammlung Anfang Februar 2026 ihren Vorstand im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt Stefan Neuberger (Pallmann GmbH). Zudem wurden Dr. Norbert Arnold und Hanspeter Bressa als kooptierte Mitglieder in das Führungsgremium aufgenommen. Der Technische Beirat unter Leitung von Bernd Lesker wurde ebenfalls bestätigt.
Emicode: emissionsarme Bauprodukte
Der Emicode gilt als wichtige Orientierung für emissionsarme Bauprodukte – von Putzen und Mörteln bis zu Lacken, Ölen oder Dichtstoffen.
- Das Siegel wird nur nach strengen Laborprüfungen vergeben;
- unangekündigte Kontrollen und eine verpflichtende Erneuerung nach fünf Jahren sichern die Qualität.
Die Nachfrage steigt weiter: Seit 2024 sind 57 neue Unternehmen der GEV beigetreten. Inzwischen gehören 268 Firmen aus 24 Ländern dazu. Aktuell sind mehr als 17.300 Produkte zertifiziert.
Inhaltlich befasste sich die Mitgliederversammlung u.a.
- mit der neuen EU-Bauproduktenverordnung und deren Übergangsfristen, die vor allem KMU vor Herausforderungen stellen.
- Zudem informierte der Technische Beirat über neue Emicode-Klassifizierungen, angepasste Kriterien – etwa bei Formaldehyd oder der Einführung des R-Werts – sowie
- über einen geplanten Ringversuch für Prüflabore im August 2026.
