Zahl der Baugenehmigungen deutlich gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind im vergangenen Jahr 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als 2024 genehmigt worden. Damals war die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken.

Demnach wurde in Deutschland im vergangenen Jahr der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt. „Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an“, heißt es aus Wiesbaden. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen gilt als Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg 2025 um 12,6 Prozent oder 22.100 gegenüber dem Vorjahr auf 198.100. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im selben Zeitraum um 2,7 Prozent oder 1.000 auf 40.400. Rund 95 Prozent der insgesamt 198.100 erteilten Genehmigungen für Neubauwohnungen entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Neubau, die auf Bauanträge der öffentlichen Hand zurückgehen, sank dagegen um 23,2 Prozent oder 2.100 auf 6.900.

Im Bereich der Nichtwohngebäude waren die neuen Bauvorhaben im Jahr 2025 rückläufig. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten Nichtwohngebäuden gegenüber 2024 um 5,2 Prozent auf 183,1 Millionen Kubikmeter. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen erlaubt zwar eine frühzeitige Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität. Aufschluss über die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit und des Bauüberhangs (genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Bauvorhaben) 2025 gibt die Zahl der gemeldeten Baufertigstellungen, die das Statistische Bundesamt voraussichtlich am 22. Mai 2026 veröffentlichen wird.