Ungeachtet der schwierigen Marktsituation herrschte beim Branchentag Holz in Köln gestern gute Stimmung an den Ständen. Die Veranstaltung des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel (GD Holz) endet am heutigen Mittwoch.

Eine Neuheitenmesse war der Branchentag nie, dennoch hatten Aussteller über die Jahre hinweg immer wieder Neues mit dabei; so auch diesmal. Boen etwa zeigte mit Bofelle (Norwegisch für „Mitbewohner“) einen Holzboden, der nach Angaben des Herstellers eine neue Produktkategorie begründen soll. Die Zutaten: 1,2 mm starke Eichenholz-Nutzschicht mit gebürsteter Oberfläche aus FSC-zertifiziertem Holz, 3-Schicht-Konstruktion kombiniert HDF-Mittellage und einer Fichtenunterlage zum Klicken in zwei Breiten und vier Farbvarianten. Parador hatte die Parkett-Kollektion Harmonia im Gepäck, die Holz anhand besonderer Oberflächen als gestaltendes Medium ins Zentrum rückt. Bei Egger ging es um die Hybridböden AquaDura und AquaDura+: holzbasierte Alternativen zu LVT-Böden ohne PVC und Weichmacher. Zahlreiche namhafte Unternehmen der Branche wie etwa Haro, FN Neuhofer, MeisterWerke, ter Hürne, Kährs, KWG, Osmo und Kaindl präsentieren sich noch bis heute in Köln.
Ungeachtet der guten Stimmung an den Ständen sieht der GD Holz die Marktsituation im Holzhandel als „weiter unbefriedigend“ an. Das wurde im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben. „Die Unternehmen des Holzhandels in Deutschland sehen sich weiterhin mit einem sehr zurückhaltenden Markt konfrontiert, insbesondere die Entwicklung im Neubau bleibt seit Jahren weit hinter den Erwartungen zurück. Die Bauwirtschaft insgesamt bewegt sich daher in einem schwierigen Fahrwasser“, hieß es in Köln. In den ersten drei Quartalen 2025 sind die Umsätze im Holzhandel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent angestiegen, allerdings basiere die Entwicklung auf deutlichen Umsatzrückgängen in den beiden Vorjahren. 2025 insgesamt werde voraussichtlich durch eine Umsatzstagnation oder ein kleines Umsatzplus gekennzeichnet sein, erklärt der Verband.