FEP: leichte Erholung beim Parkett

Die Situation für Parkett auf den europäischen Märkten hat sich nach Angaben der European Parquet Federation (FEP) in der ersten Jahreshälfte weiter leicht verbessert, seit dem Sommer jedoch etwas verlangsamt.

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Der deutsche Parkettmarkt scheine „die Talsohle durchschritten zu haben“, so der Verband. FEP in Brüssel. - © FEP

So scheine der deutsche Parkettmarkt „die Talsohle durchschritten zu haben“, erklärt der Verband. Die Baugenehmigungen legten zu und es herrsche „eine positivere Stimmung“, meint man in Brüssel erkannt zu haben. Dennoch komme der deutsche Parkettmarkt von einem sehr niedrigen Niveau. Der österreichische Parkettmarkt sei mit hohen Kosten für Fichte, Arbeitskräfte und Energie sowie mit Verwaltungsaufwand konfrontiert. „Der Markt ist schwach oder dank kleiner Renovierungsarbeiten in Privathaushalten leicht im Aufschwung. Projekte stehen unter Druck, da Mietobergrenzen eingeführt wurden und die Investitionen zurückgehen“, so die FEP. Der Parkettmarkt in der Schweiz sei nahezu stabil. Bei Neubauten und dem Renovierungsbereich sei eine schwache Dynamik zu beobachten.

Die Branche, heißt es vom Verband FEP weiter, habe mit steigenden Kosten zu kämpfen, insbesondere für Weichholz, Energie und Löhne. Derzeit wird ein Zollsatz von 15 Prozent auf alle in die USA exportierten EU-Parkettprodukte erhoben. Mit den jüngsten Änderungsvorschlägen der Europäischen Kommission zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) werde der Zustand kostspieliger Unsicherheit und unrealistischer Umsetzungsfristen indes verlägert. Was die Auswirkungen der Mitte Juli veröffentlichten endgültigen Antidumpingmaßnahmen auf mehrschichtige Holzfußböden chinesischer Herkunft betrifft, sei zwar ein deutlicher Rückgang des Volumens der Parkettimporte aus China zu verzeichnen. „Besorgniserregend ist jedoch, dass chinesische Exporteure bei diesen rückläufigen Mengen nun häufig noch niedrigere Preise anbieten als vor der Antidumpinguntersuchung und dass auch zunehmend Parkettprodukte aus anderen Ländern angeboten werden, die zuvor keine großen Mengen in die EU geliefert haben“, so der Verband.