Gerade wenn die wirtschaftliche Situation schwierig ist, sollte man alle Hebel in Bewegung setzen, um an lukrative Aufträge zu kommen - nach dem Motto: agieren, statt reagieren.
Wenn die wirtschaftliche Situation schwieriger wird, dann gibt es zwei Grundtypen von Unternehmern. Der Erste ergibt sich seinem Schicksal und jammert über die schwache Konjunktur, die schlechte Regierung und die schwierigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Die zweite Gattung geht ganz anders vor: Statt über etwas zu jammern, das man selbst nicht ändern kann, wird das eigene Engagement nicht nur verstärkt, sondern auch in andere Richtungen gelenkt.
Hilfreiche Initiativen
Was kann aber ein Bodenleger-Handwerker konkret machen, wenn er unter zu wenigen Aufträgen leidet? Welche Initiativen könnten da hilfreich sein? Die Antwort auf diese „Einser-Frage“ ist natürlich vielschichtig und für jeden Unternehmer unterschiedlich. So kann man seine Leistungen bei neuen Architekten oder Innengestaltungsfirmen vorstellen oder ganz gezielt den Verwalter von Großbetrieben in der Nähe das eigene Leistungsprogramm präsentieren.
Das gezielte Investieren in Online-Kampagnen – gerade im Frühjahr, wenn die Renovierungslaune der Konsumenten wieder steigt – ist ebenso eine Option, um an lukrative Aufträge zu kommen, wie die Teilnahme an Regionalmessen. Wichtig bei all diesen Aktivitäten ist, dass sie nicht nur durchdacht und gut organisiert sind, sondern auch zu den entsprechenden Zielgruppen passen. Oft sind es aber ganz simple Maßnahmen, die zu einem schnellen Erfolg bei der Neugewinnung von Aufträgen führen. So ist das „Nachfassen“ bei Angeboten eine einfache Vorgehensweise, um erfolgreicher zu sein. Man kann auch darüber nachdenken, bestehende Aufträge zeitlich vorzuziehen, um die Auslastung der eigenen Mitarbeiter zu optimieren.
Mit gesundem Selbstbewusstsein agieren
Von Sonderangeboten über den Preis ist eher abzuraten. Dennoch spricht nichts dagegen, den Kunden bei zeitlicher Flexibilität einen gewissen Nachlass zu offerieren, da man auch damit seine Auslastungsspitzen glätten kann. Zu guter Letzt kann man alte Kontakte reaktivieren oder sich an sein hoffentlich vorhandenes Netzwerk wenden, um an Neuaufträge zu kommen. Wichtig bei all diesen Maßnahmen ist es, mit einem gesunden Selbstbewusstsein als Handwerker aufzutreten. Denn: Aus der Defensive heraus kann man nur schlecht Erfolge erzielen. Auf jeden Fall gilt es, keine Angst vor Ablehnung zu haben. Denn wie lautet schon eine alte Verkäuferweisheit: Jedes Nein bringt Dich schneller zu einem Ja. Ihr Thomas Mayrhofer
