Wie der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) mitteilt, ist der Umsatz unter den Mitgliedern im vergangenen Jahr um rund vier Prozent auf 176 Millionen Euro gesunken. Gleichzeitig verminderte sich die in Deutschland abgesetzte Menge um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 Millionen Quadratmeter.
Positiv hat sich das 3-Schicht-Parkett mit einem Absatzplus von fast acht Prozent auf rund 2,7 Millionen Quadratmeter entwickelt. Im zweischichtigen Segment fiel die Produktionsmenge hingegen um rund elf Prozent auf 1,3 Millionen Quadratmeter. Zulegen konnte das Massivparkett mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 280.000 Quadratmeter. Mosaikparkett wiederum verlor 17,4 Prozent, die Menge sank auf 560.000 verkaufte Quadratmeter.
Im Bereich der dreischichtigen Landhausdiele stieg der Absatz um fast 15 Prozent auf 81 Millionen Quadratmeter. Die Erlöse kletterten um vier Prozent auf 81 Millionen Euro. Die dreischichtige Landhausdiele hat damit einen Marktanteil von 46 Prozent und ist mit Abstand das wichtigste Segment für die deutsche Parkettindustrie.
Es geht wieder bergauf
„Es geht langsam wieder bergauf. Nachdem wir Mitte 2024 eine Talsohle erreicht haben, zog die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte schon wieder vorsichtig an“, berichtet der vdp-Vorsitzende Michael Schmid. Weiteren Rückenwind erwarte der Verband durch die EU-Zölle gegen chinesisches Dumping-Parkett, die seit Januar dieses Jahres greifen. Schmid: „Wichtig ist aber vor allem, dass die künftige Bundesregierung schnell geeignete Maßnahmen ergreift, um die seit Jahren lahmende Baukonjunktur wieder anzukurbeln. Auch den Sanierungsstau gilt es zu beenden.“
