FEP: Parkettverbrauch in Europa weiter rückläufig

Wie der Verband der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) in Brüssel mitteilt, ist der Parkettverbrauch in Europa in den ersten drei Quartalen 2024 weiter zurückgegangen, wenn auch mit verlangsamtem Tempo. Die Entwicklung sei auf die immer noch gedämpfte Bautätigkeit und den erhöhten Druck durch chinesische Importe zurückzuführen.

Der Parkettverbrauch in Europa ist in den ersten drei Quartalen 2024 weiter zurückgegangen, teilt der FEP mit. - © FEP

In fast allen FEP-Ländern zeigten sich die Parkettmärkte in den ersten drei Quartalen 2024 im Vergleich zum identischen Zeitraum des Vorjahres rückläufig. „Da die Kaufkraft der Verbraucher geschwächt ist, werden billigere Alternativen wie Nachstellungen von Holzböden ebenso wie unfair bepreistes Parkett chinesischer Herkunft nun häufiger in Betracht gezogen“, erklärt der Verband. Auf dem EU-Markt seien vermehrt Ströme von Mehrschichtparkett aus China beobachtet worden, möglicherweise mit dem Ziel, die Lagerbestände vor der Einführung von Maßnahmen im Laufe dieses Jahres aufzustocken. Solche Einfuhren könnten jedoch einer rückwirkenden Erhebung der Antidumpingzölle unterworfen werden, wenn die rechtlichen Kriterien erfüllt seien, so der FEP weiter.

Parkettverbrauch in Deutschland um 5 bis 10 Prozent gesunken

Für Deutschland besteht nach Angaben des Verbands die Hoffnung, dass der Markt im 3. Quartal 2024 die Talsohle erreicht hat. Im Vergleich des Zeitraums vom ersten bis zum drittem Quartal 2024 mit dem des Vorjahres, ist der Parkettverbrauch um fünf bis zehn Prozent gesunken. Da die Zahl der Neubauten im kommenden Jahr voraussichtlich nur etwa halb so groß wie erforderlich sein werde, erwartet der FEP für 2025 hier keine große Entwicklung.Einen Aufschwung werde es nicht vor Ende 2025 oder gar Ende 2026 geben.

Nach einem schwachen 3. Quartal 2024 verzeichnete Österreich einen Rückgang seines Verbrauchs um fünf Prozent verglichen mit den ersten drei Quartalen 2023. Die Prognosen für 2025 sind nicht positiv, was unter anderem auf die geringe Zahl an Neubauten zurückzuführen ist. Der Markt für Parkett in der Schweiz ist in den ersten drei Quartalen 2024 und 2025 unverändert geblieben.