Viele Wege führen nach Rom und manchmal auch ins Handwerk: Benjamin Mizera absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, bevor sein beruflicher Weg ihn zum Parkettlegerhandwerk führte.

Benjamin Mizera aus Ergolding (Landshut) absolvierte nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung als Bankkaufmann bei der Sparkasse und schloss diese auch erfolgreich ab. „Jedoch merkte ich schon während der Ausbildung, dass ich viel lieber praktisch mit meinen Händen arbeiten würde“, erzählt der Handwerksmeister. Über Freunde und Bekannte kam er zum Parkettlegerhandwerk und machte sich 2006, ohne Gesellen- oder Meisterbrief in der Tasche, selbstständig. „Mir kam dabei die Handwerksnovelle zu Gute.“
Es braucht eine fundierte Ausbildung
Einige Jahre später holte Mizera den Gesellen- und Meisterbrief nach. „Ich hatte gemerkt, dass es ohne Gesellenbrief wenig Sinn macht, denn um unter anderem Stabparkett verlegen zu können, braucht es eine fundierte Ausbildung.“
Hierbei kam ein neues Qualifikationsprogramm der bayerischen Handwerkskammern ins Spiel. Mit „Quali-Adapt“ haben seit Januar 2013 an- und ungelernte Handwerker die Möglichkeit, berufsbegleitend beide Abschlüsse nachholen zu können. So können sich alle, die mehr als fünf Jahre im Beruf tätig sind, mit der Maßnahme nachqualifizieren. Seit 2016 darf Mizera den Titel Meister im Parkettlegerhandwerk führen und hat bisher noch nie an seiner Berufswahl gezweifelt. „Mit dem Meisterbrief hat man gleich ein ganz anderes Ansehen bei Bauleitern, Architekten und Co.“
„Mit den Händen tätig zu sein, ist meine Berufung.“
Parkettlegermeister Benjamin Mizera
Mizera beobachtet, wie durch die sozialen Medien die Wertschätzung für das Handwerk abgenommen hat. „Alles wird dort so verkauft, als könnte jeder Hobbyhandwerker Böden verlegen“, sagt der gebürtige Landshuter. Dabei werden immer die einfachsten Schritte gezeigt und viele Leute würden dann denken, dass sie das Verlegen von Parkett oder anderen Bodenbelägen beherrschen. „In einer halben Stunde kann man keinen Parkettboden in einem Zimmer verlegen.“
Qualität und Nachhaltigkeit im Fokus
Bei seiner Arbeit legt Mizera viel Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Dabei liegt ihm besonders am Herzen, seinen Kunden über die Gewährleistung von fünf Jahren hinaus einen Mehrwert zu bieten. „Wir wollen unsere Leistung über den Zeitraum hinaus verkaufen. Bisher geht auch die Reklamationsquote im Betrieb gegen null“, erzählt der Parkettlegermeister, der mit seinem Betrieb weiter wachsen will. Aktuell besteht sein Team aus zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräften.
Kontakt
Mizera Innenausbau & Bodenbeläge,
Frühlingstraße 14, 84030 Ergolding
E-Mail: ben.mizera@gmail.com
www.mizera-parkett.de
Telefon: 0176 24094227