Erst im März hatte die Ettlinger Findeisen GmbH ihre neue Marke "Flurstück" in Berlin gelauncht. Für die Auftakt-Kollektion setzte der Designer Dirk Biotto Feinfaservlies für frei liegende Teppiche ein. Nun wurde Findeisens neue Marke mit dem von der Stuttgarter Materialagentur "Raumprobe" vergebenen Materialpreis ausgezeichnet.

Kaum auf dem Markt, schon ausgezeichnet: Der von der Stuttgarter Materialagentur "Raumprobe" zum vierten Mal vergebene Materialpreis ging in diesem Jahr an Findeisens
neue Marke für abgepasste Teppiche. In der Kategorie "Kollektion" wählte eine unabhängige Expertenjury "Flurstück" zum Gewinner. Diese hob besonders die Neuinterpretation eines altbekannten Materials hervor, denn der Designer Dirk Biotto setzte Feinfaservlies für frei liegende Teppiche ein. Marketingleiterin Cordula Jahn nimmt zu dem Preis Stellung: "Wir freuen uns wirklich riesig über diese Auszeichnung, weil sie genau das unterstreicht, wovon wir mehr als 100 Prozent überzeugt sind." Erst im März hatte die Ettlinger Findeisen GmbH ihre neue Marke "Flurstück" in Berlin gelauncht. Gerade der "scheinbare Widerspruch", so Jahn, habe ihr Team bei der Entwicklung gereizt und immer wieder angetrieben. Mit "Flurstück" soll jetzt auch der Brückenschlag in die Premiumklasse der Interiorszene gelingen. Die Preisverleihung fand am 9. Juni in Stuttgart statt.
Bereits seit 2013 lobt die Stuttgarter Materialagentur Raumprobe den Materialpreis aus, der im jährlichen Wechsel an Hersteller beziehungsweise an Architekten und Planer vergeben wird. Im Fokus stehen Materialien und Werkstoffe für Architektur und Design mit dem Ziel, "die Bedeutung von Materialität und deren Einfluss auf die räumliche Gestaltung" ins Licht zu rücken. Mit über 100 Einreichungen für den Materialpreis 2016 verzeichnen die Initiatoren eine deutlich wachsende Resonanz. Alle Einreichungen und Gewinner werden erstmals in diesem Jahr in der Ausstellung "Materialansichten" noch bis 1. Juli im Stuttgarter Design Center Baden-Württemberg, Haus der Wirtschaft, vorgestellt.