Wodurch entsteht Tauwasserbildung?

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Wodurch entsteht Tauwasserbildung?

Liegt eine relative Luftfeuchte von 100 Prozent vor, heißt das, dass die Luft mit Feuchtigkeit völlig gesättigt ist. Man ist bei der Sättigungsgrenze angelangt. Wird sie überschritten und damit der maximale Feuchtegehalt übertroffen, ist der Taupunkt erreicht. Jeder weitere Feuchtigkeitsanteil würde ausfallen.

Er wäre erkennbar als Dunst, Nebel oder als Wassertropfen. Gerade auf Materialien, die als schlechte Wärmeleiter gelten, fällt warme, feuchte Luft aus, weil sie an kalten Flächen wie an Fenstern, Fliesen oder Spiegeln niederschlägt und abkühlt. Dieser Kondensationsvorgang setzt immer an der kältesten Stelle an, weil kühlere Luft umso weniger in der Lage ist, Wasser aufzunehmen.

Solche Prozesse gibt es auch im Fußbodenbereich, wo zu kalte hygroskopische Materialien wie Holz bei bestimmten Raumluftfeuchten und Temperaturen gefährdet sein können, weil sie die niedergeschlagene Feuchtigkeit aufnehmen, quellen und dann geschädigt werden. Daher ist die richtige Temperaturregelung von sogenannten Klimaböden eine ganz wichtige Voraussetzung, wenn man sie mit Holzfußböden gestaltet.

Tauwasserschäden sind häufig auch mit Schimmelpilzbelastungen verbunden. Man kennt diese Erscheinungsbilder im Außenecken von Zimmern oder hinter Schrankwänden, wo es aufgrund der fehlenden Zugluft in Verbindung mit mangelhafter Wärmedämmung ebenfalls zu Schäden kommen kann.