Studie CO2-Zertifikate bedrohen Zementindustrie

CO2-Zertifikate bedrohen Zementindustrie

Die von der Europäischen Kommission beabsichtigte Komplettversteigerung von CO2-Emissionszertifikaten bis zum Jahr 2020 würde laut einer vom Beratungsunternehmen McKinsey durchgeführten Studie dazu führen, dass mindestens die Hälfte der Zementklinkerproduktion in Deutschland durch Importe aus Nicht EU-ETS-Ländern ersetzt würde. Die Studie weist laut dem Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) nach, dass in der Zementindustrie zirka 50 Prozent der Produktionskapazität in Deutschland durch Importe bedroht sind, wenn im Jahr 2020 die Tonne CO2 mit 35 Euro ersteigert werden muss.

Das Fazit von Gerhard Hirth, Vorsitzender des Vereins deutscher Zementwerke (VDZ) fällt dementsprechend düster aus: "Wenn die Produktionskosten in Deutschland einschließlich des Erwerbs von CO2-Zertifikaten auf Dauer höher sind als die Kosten an Standorten, die nicht dem Emissionshandel unterliegen, steht ein Großteil unserer Industrie in Deutschland vor dem Aus."