Jetzt droht die Insolvenz
Der Vorstand der INKU AG informiert im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung, "dass das Unternehmen in den vergangenen Wochen den notwendigen Kapital- und Liquiditätsbedarf von EUR 1.5 Mio. für notwendige Investitionen und Restrukturierungsmaßnahmen für das Geschäftsjahr 2009 festgestellt hat. Angesichts des stark verschlechternden Marktumfeldes, insbesondere der Kreditvergaberestriktionen und der zu befürchtenden Konsumschwäche, wurden Gespräche mit der öffentlichen Hand und Investoren zur Aufbringung bzw. Sicherstellung des Bedarfes geführt. Die Verhandlungen haben ergeben, dass die Aufbringung des Kapital- und Liquiditätsbedarfes bis zum 30.11.2008 nicht in dem Ausmaß sichergestellt werden konnte, um eine Ausfinanzierung des Unternehmens zu gewährleisten. Daher besteht hohe Bestandsgefährdung des Unternehmens. Das Unternehmen prüft daher, ob die Voraussetzungen für eine Fortführung ohne Gerichtsverfahren noch vorliegen."
Nach Recherchen von boden wand decke fand am vergangenen Freitag am Firmensitz der Inku AG in Klosterneuburg eine Betriebsversammlung statt. Anlass dafür war die Nichtauszahlung der Löhne und Gehälter für November sowie des Weihnachtsgeldes. Es wurde bekannt gegeben, dass eine nach Firmenangabe bereits zugesagte Förderung des Landes Niederösterreich in der Höhe von 1,5 Millionen Euro doch nicht realisiert werden kann.
Dem Vernehmen nach sind die Umsätze im 3. Quartal 2008 zweistellig eingebrochen, wofür es jedoch vom Unternehmen keine Bestätigung gibt. Von einer Insolvenz betroffen wären 120 Dienstnehmer. Für den Fall, dass in den nächsten Tagen kein frisches Geld von dritter Seite aufgetrieben werden kann, ist eine Insolvenz nicht mehr auszuschließen.