Die Wohnunion als bedeutendste österreichische Einkaufsgemeinschaft hat auf die Inku-Insolvenz reagiert. Die Lücke wurde geschlossen, indem statt Inku nun Steffel Austria gelistet wurde.
Steffel profitiert
Die Insolvenz der österreichischen Inku AG scheint unumkehrbar: Mit der Abwicklung des Verfahrens wurde am Dienstag, 2. Dezember 2008, Dr. Helmut Platzgummer als Masseverwalter beauftragt.
Bei einer ersten Zusammenkunft am 11. Dezember 2008 soll er beurteilen, ob das von der bisherigen Unternehmensspitze vorgelegte Konzept zur Fortführung der Inku tragfähig ist. Wie berichtet, strebt das Topmanagement einen so genannten Zwangsausgleich an. Danach soll das Unternehmen künftig in verkleinerter Form fortexistieren.
Interesse vorhanden
Außerdem liegen nach Recherchen von boden wand decke weiter zwei Angebote – je eines aus dem In- und Ausland – auf dem Tisch. Die Interessenten wollen die Inku teilweise oder ganz übernehmen. Mit einer finalen Entscheidung wird in den nächsten Tagen gerechnet.
Für das frühere Flaggschiff der österreichischen Bodenbelagszene wurde eine Verschuldung von 7,4 Millionen Euro festgestellt – 4,2 Millionen Euro Aktiva stehen 11,6 Millionen Euro Passiva gegenüber. Damit handelt es sich im Fall von Inku um den sechstgrößten Konkursfall des Jahres 2008 in Niederösterreich. Betroffen sind mehr als 250 Gläubiger.
Steffel statt Inku
Die Dynamik rund um die Inku-Insolvenz hält an: So wird am Mittwoch, 3. Dezember 2008, bekannt, dass die Wohnunion schnell auf die Entwicklung reagiert hat. Danach schließt die bedeutendste österreichische Einkaufsgemeinschaft die Lücke, die durch den Gang der Inku vors Insolvenzgericht entstanden ist, und listet stattdessen künftig in vergleichbarem Umfang Steffel Austria.
Weiter DurchhalteparolenSteffel: Inku nicht sanierungsfähigInku vor InsolvenzInku-Vorstand zuversichtlichInku mit FarbenoffensiveInku kontra SteffelPistauer nimmt StellungSteffel: Wollten die Inku flottmachenSmolka nennt Steffels Markteintritt mutig